Cyberpunk TCG: Fünf Team-Decks im Kartencheck
Zum Retail-Start am 6. November gibt es von WeirdCo keine Meta-Analyse, dafür fünf Lieblingsdecks aus dem eigenen Team. In Folge 30 des Cyberdeck-Podcasts sitzt Steve „LD“ George bei Cree „Kawa“ Gunning und Paweł Burza und zerlegt Listen von Game-Designern, Marketing und Produktion. Was sich davon prüfen lässt, sind vor allem die Kartenwerte, auf denen jede Idee aufbaut. Die haben wir gegen die Kartendatenbank gelegt.
Steve sagt es am Ende selbst, also gleich vorweg: Meta-Brecher sind das nicht. Als stärkste Decks gelten laut Paweł gerade Blue-Blue-Green, Yellow-Yellow-Red und Red-Red-Green. Die fünf Listen hier sind Experimente. Genau deshalb lohnt sich der Blick.
Arasaka 9ines: drei Karten, die genau passen
Clarks Deck klingt erst mal nach Themendeck. Saburo Arasaka Stubborn Patriarch gibt befreundeten ARASAKA-Units +1 Stärke beim Angriff. Warum das zählt, steht in der Erinnerungsregel auf der Karte: Pro 10 Stärke klaut eine Unit einen Gig mehr. Aus 9 wird 10, aus einem gestohlenen Gig werden zwei.
152 Karten führt die Kartendatenbank zu Welcome to Night City (Retail, beide Starter Decks, zwei Promos). Stärke 9 haben genau drei davon: Yorinobu Arasaka Steel Dragon, Minotaur und Adam Smasher (Ender of Legends), Letzterer als Legend. Clark spielt alle drei. Mehr gibt das Set für diese Idee gar nicht her.
Anfangs fand Steve das Prinzip albern („Stop wasting my time“), inzwischen spielt er das Deck gern. Fürs Spielende nennt er We Gotta Live Together, das zwei Valentino Street Racer zurückholt. Kawa hält die Liste für das beste Arasaka-Deck, das sich derzeit bauen lässt, und hat eine Warnung parat: V Streetkid nicht zu früh per Go Solo rausschicken. Die Legend kostet 5 und trasht 3 Karten, und wer sie verheizt, kommt womöglich nie beim Smasher an.
Trauma Team, Overwatch und drei Fixer
„Mosh Pit“ (Red-Red-Yellow) stammt von einem WeirdCo-Game-Developer, den die Runde nur „K“ nennt, und dreht sich um Trauma Team Operatives: Kosten 6, Stärke 7, pro Unit im eigenen Trash 1 Eddie billiger, mindestens 1. Kawa zählt 21 Units bei nur 19 Karten, die sich für Eddies verkaufen lassen. Dazu kommt das Programm The Heist zweimal, Gear gibt es keine. The Heist trasht 4 Karten, das ist Futter für die Rabattrechnung.
Weil Trauma Team nie die vollen 6 kostet, spielt das Deck laut Steve 10 Units mit Kosten 6. Das passt zu Hanako Arasaka (In a Gilded Cage), von der zwei Exemplare drinstecken: Die Karte durchsucht die oberen 4 Karten nach allem, dessen Kosten einem eigenen Gig-Wert entsprechen. Die Fähigkeit der Legend Johnny Silverhand Rocking Renegade kostet pro eigenem Gig mit Wert 8 oder mehr 1 Eddie weniger (daher Karten wie 6th Street Recruits).
Von Clark stammt auch „Sasha’s Promise“, ein Yellow-Blue-Deck mit viel Gear. Sasha Yakovleva (Won’t Let You Down) hat beim Go Solo eine Stärke von 0 und deckt beim Angriff die oberste Karte auf, deren Kosten auf die Stärke draufkommen. Kawa vermisst darin Gorilla Arms. Die Gear stiehlt beim ersten Gig-Klau zusätzlich einen Rival-Gig, dessen Wert keiner der eigenen Gigs hat. Sasha müsste dafür gar nicht auf 10 kommen.
Im Overwatch-Deck von Chris Lynn stecken nur 12 Units. Overwatch Panam’s Gift kostet 4 und zerstört für 1 Eddie plus eine abgeworfene Karte eine erschöpfte Rival-Unit, deren Kosten nicht höher sind als die der abgeworfenen Karte. Kawa lobt Riot Shield in dieser Liste: Die Ausrüstung kostet 2 und lässt Rivalen für jedes Go Solo 2 Eddies mehr zahlen. Adam Smasher (Ender of Legends) aus den Yellow-Yellow-Red-Decks kostet 9, mit Schild also 11.
Auf der Gen Con hat Steve gegen Chris eine Serie über fünf Spiele gespielt, mit fast genau dem Fixers-Deck, das danach besprochen wird. Steve gewann alle fünf, das sechste Spiel ging an Chris.
Bleibt noch „Fixers“, gebaut von Brian, dem Leiter der Spieleentwicklung. Drei Legends, deren Call-Effekt jeweils einen Kampf dreht oder 1 Karte zieht: Dexter DeShawn (Off the Grid) gibt +2 Stärke, Wakako Okada (Peace and Harmony) gibt der Rival-Unit -2, Muamar Reyes El Capitán macht eine Unit im Kampf unzerstörbar. Welche Legend man aufdeckt, ist Zufall. Steve erklärt das so: Wer drei nimmt, die im Ernstfall dasselbe erreichen, hat den Zufall rausgebaut. Den Rest erledigt die Zahl 8. Rockn‘ Rockerboy hat Kosten 5 und Stärke 8, Mantis Blades kostet 1 und gibt +2. Macht 10, also zwei Gigs.
Die Siegerlisten der Night City Showdowns in den kommenden Wochen will Steve sammeln, einreichen könnt ihr sie über den offiziellen Discord. Danach folgt das Regional in Chicago, dann Warschau. In der nächsten Folge soll laut Kawa Johnny zu Gast sein, es geht um Kunst aus Set 1.
Quellen: 5 CRAZY DECKS | Cyberdeck Podcast Episode 30 (YouTube, 06.11.2026), Kartendatenbank, Welcome to Night City (api.netdeck.gg, 07.11.2026)
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