Cyberpunk TCG kaufen: Der große Guide zum Retail-Launch
Okay Chooms, jetzt zählt’s. Am 6. November 2026 steht Welcome to Night City offiziell im Laden. Kein Kickstarter-Countdown mehr, kein Pledge-Manager-Gefummel: reingehen, Display auf den Tresen, Eddies rüber, fertig. Dieser Guide ist euer Einkaufszettel für genau diesen Tag. Was gibt es, was kostet es, wo kriegt ihr es in Deutschland, worauf müsst ihr beim Kauf achten? Steht alles hier, und wir halten den Artikel zum Launch aktuell.
Eine Sache vorweg, weil sie immer wieder für lange Gesichter sorgt: Alles, was über die EU-Kanäle kommt, ist auf Englisch. Eine deutsche Lokalisierung wurde bisher nicht angekündigt. Für die meisten TCG-Spieler hierzulande ist das Alltag, aber wer auf deutsche Kartentexte gehofft hat, sollte es vor dem Kauf wissen.
Die Produkte zum Start
Das Line-up ist übersichtlich, und das ist bei einem neuen TCG ein Segen. Kein Wildwuchs aus fünfzehn SKUs, sondern eine Handvoll klar geschnittener Produkte.
Die beiden Starter Decks
Zwei Decks, zwei Fraktionen, zwei Weltanschauungen. The Heist ist der Streetkid-Einstieg mit V, Jackie Welles und Viktor Vektor, also die Mercenary-Seite. Embracing Power geht den Arasaka-Weg mit Saburo Arasaka, Yorinobu und Goro Takemura, Corpo-Dominanz mit allem, was dazugehört. Beide Decks enthalten 40 spielfertige Karten, 3 Legends und 6 Würfel. Auspacken, mischen, losspielen, ohne vorher einen Deckbuilding-PhD zu brauchen.
Preislich liegen die Decks bei knapp 30 Euro. Die UVP-Richtung war 29,95 €, Card-Collector hatte sie in der Vorbestellphase für je 29,00 € gelistet, TCG Tavern bot beide Decks zusammen als Bundle für 49,99 € an. Wenn ihr zu zweit einsteigen wollt (und genau dafür sind die Dinger gebaut), ist so ein Doppelpack die naheliegende Wahl.
Das Booster Display
Das Sammlerherz des Sortiments: 24 Booster mit je 12 Karten pro Display. Und hier wird es interessant, denn die deutsche Preisspanne ging in der Vorbestellphase ordentlich auseinander. CCN Cards rief 99,99 € auf, Card-Collector 119,00 €. Runtergerechnet auf den einzelnen Booster sind das 4,17 € gegen 4,96 €. Zwanzig Euro Unterschied beim selben Karton. Also: vergleicht vor dem Kauf zwei, drei Shops, das lohnt sich wirklich.
Warum die Spanne so aussieht, ist übrigens kein Geheimnis. Der Netto-Einkaufspreis beim Distributor Luminous Cards stand öffentlich einsehbar bei 58,80 €, mit 19 Prozent Mehrwertsteuer zahlt ein Händler also grob 70 € pro Display. Wer es für 99,99 € verkauft, verdient rund 30 € daran, und davon gehen noch Versand, Miete und der Kaffee für die Dienstagsrunde ab. Legitim ist beides, aber jetzt wisst ihr, wo die Zahlen herkommen.
Rund 5 € pro Booster mit 12 Karten ist im TCG-Bereich völlig im Rahmen. Die großen Platzhirsche nehmen Ähnliches und packen oft nur 10 Karten rein.
Pre-Release Kit
Für rund 30 Euro gibt es das Pre-Release Kit: 6 Booster, 3 Legend-Karten, eine limitierte Promo-Karte und Würfel. Das ist das Produkt für die Sealed-Events im Laden, kein Regalprodukt für zuhause. Bei CardCosmos war das Kit in der Vorbestellphase zwischenzeitlich ausverkauft, die Nachfrage ist also da. Wer eins will: nicht trödeln.
Für die Hardcore-Fraktion: Case und Beta
Ein Booster Box Display Case enthält 6 versiegelte Displays und lag in UK bei £718,45. Aus der Kickstarter-FAQ wissen wir außerdem, dass erst ab sechs Displays als versiegelter Case geliefert wird, alles darunter kommt lose. Und ein versiegelter Case ist auf dem Sekundärmarkt mehr wert als sechs einzelne Displays im selben Karton, falls ihr in diese Richtung denkt.
In den USA gab es zusätzlich ein Beta Booster Display mit 36 Packs und exklusiven Iconic-Karten für $180. Ob das regulär über Luminous Cards nach Deutschland kommt, war bis zuletzt offen. {{BETA_DISPLAY_DE_STATUS}}
Die Termine: Wie wir zum 6. November gekommen sind
Kurzer Rückblick, weil die Terminlage eine kleine Odyssee war. Monatelang stand der 1. Oktober als Retail-Datum im Raum, dann wanderte es in den deutschen Shops auf Mitte Oktober (Luminous listete den 14., CCN Cards und Card-Collector den 15. Oktober), und im Juli machte WeirdCo dann offiziell Nägel mit Köpfen: Ladenverkauf ab dem 6. November 2026. Der deutsche Kanal hat das alte Datum teils wochenlang weitergeführt, was für reichlich Verwirrung in den Bestätigungsmails gesorgt hat.
Die offizielle Timeline sah so aus: Kickstarter-Fulfillment ab September (nur Backer, Welle eins per Express mit Starter Decks und Beta Booster Displays, Welle zwei ab Q4 mit Accessoires, Beta Box und den Nova-Rare-Karten von Rebecca, Lucy und David). Vom 10. bis 17. September liefen die Beta-Events in teilnehmenden Stores, den Backern vorbehalten. Am Wochenende des 30. Oktober das Prerelease: klassische Sealed-Runde, sechs frische Booster, keiner weiß vorher, was er zieht. Und heute eben der reguläre Start.
Kickstarter-Backer und Ladenkäufer sind dabei zwei getrennte Schienen, das geht gern durcheinander. Die 50.773 Backer (zusammen 28.353.088 Dollar, das stärkste Crowdfunding-Polster, das je ein TCG hatte) haben ihre Ware über den Pledge Manager bekommen, mit Vorlauf vor dem Ladenregal. Wer heute im Laden kauft, hat mit dem Kickstarter nichts mehr zu tun. Kein Pledge Manager, keine Versand-Lotterie, einfach Handel.
Zoll und Steuern: die gute Nachricht für EU-Käufer
Falls ihr noch die alte Kickstarter-Angst im Nacken habt (Paket drei Wochen im Zolllager, DHL-Auslagepauschale, Fahrt zum Zollamt): Die könnt ihr ablegen. WeirdCo fährt regionale Logistik-Hubs in den USA, der EU und UK. Für EU-Backer hieß das laut offizieller FAQ wörtlich: kein Zoll, die Bestellungen werden lokal versendet, die Mehrwertsteuer wurde vorab im Pledge Manager eingesammelt. Kanada und der Rest der Welt kamen ausdrücklich schlechter weg („Duties may apply depending on local regulations“).
Für euch als Retail-Käufer ist die Sache noch simpler. Die Ware kommt über Luminous Cards und die EU-Distributionskette in den Laden, ihr zahlt den ausgezeichneten Preis inklusive Mehrwertsteuer, das war’s. Kein Importzirkus aus den USA, kein Zollroulette. Genau so soll ein Europa-Launch aussehen.
Wer steckt hinter dem Vertrieb?
Für Deutschland, Österreich und die Schweiz (plus Benelux, Ungarn, Tschechien und die Slowakei) macht Luminous Cards aus Gera die Distribution. Gera, Thüringen, mitten in Deutschland. Das ist der Unterschied zu so vielen TCG-Launches, bei denen europäische Spieler monatelang den US-Releases hinterherschauen durften.
Und Luminous steht nicht allein. WeirdCo hat für praktisch jede europäische Region einen eigenen Partner aufgestellt: Rebel für Polen, Bliss Distribution für UK und Irland, Neoludis für Frankreich, TCG Factory für Spanien und Portugal, Manicomix für Italien, Spilbræt für Skandinavien und das Baltikum, Zvezdar für Südosteuropa. Manche etablierte TCGs haben für ganz Europa zwei, vielleicht drei Distributoren. Hier sind es neun, für ein Spiel, das heute seinen ersten Verkaufstag hat. Ich find, das ist die Sprache eines Publishers, der langfristig plant und nicht nach der Kickstarter-Auslieferung wieder verschwindet.
Wo bestellen?
Ihr habt zwei Wege: online ordern oder in den Local Game Store laufen. Für den Online-Weg haben wir drei Partner-Shops, bei denen ihr das Sortiment findet:
Daneben haben in der Vorbestellphase eine ganze Reihe deutscher Shops das Sortiment geführt: CardBuddys (übrigens aus derselben Stadt wie Luminous Cards, Zufall? Vielleicht), Feenturm mit seinem Display-plus-Starter-Bundle, TCG Tavern, GeeksHeaven, Hunter Collectors, CCN Cards, Card-Collector und CardCosmos mit dem Pre-Release Kit. {{VERFUEGBARKEIT_LAUNCH}}
Der Bundle-Tipp aus der Vorbestellzeit, falls er noch verfügbar ist: Feenturm hatte ein Paket aus Booster Display und beiden Starter Decks für 134,99 € geschnürt, statt 139,97 € einzeln. Wer ohnehin alles will (und mal ehrlich, wer will das nicht), fährt mit so einem Bundle am besten.
Wenn ihr lieber vor Ort kauft: WeirdCo hat seit Juli einen offiziellen Store-Finder auf cyberpunktcg.com am Start, über 3.000 Läden weltweit waren dort schon als Organized-Play-Stores registriert. Stadt eintippen, Karte spuckt die nächsten Verkaufsstellen aus. Aus dem Ruhrgebiet wissen wir konkret: White Rabbit Community Game Store in Essen und Aachen sowie die Karten-Lounge in Dortmund sind als bestätigte Händler dabei und planen Organized Play.
Kaufberatung: Was passt zu wem?
Ihr seid neu und wollt einfach spielen? Starter Deck. Punkt. Für knapp 30 Euro liegt ein komplettes, spielfertiges 40-Karten-Deck mit Würfeln auf dem Tisch. Noch besser: zwei Decks kaufen (oder das Doppel-Bundle), Kumpel einladen, direkt losspielen. The Heist oder Embracing Power ist dabei ehrlich gesagt Geschmackssache, Team V oder Team Arasaka, Straße oder Konzernturm. Booster braucht ihr am Anfang noch keine.
Ihr wollt Decks bauen oder sammeln? Dann führt kein Weg am Booster Display vorbei. 24 Booster, 288 Karten, für 100 bis 120 Euro je nach Shop. Wer richtig tief einsteigt, schielt auf den versiegelten Case mit 6 Displays, aber das ist der „Ich meine es ernst“-Einstieg und preislich eine andere Liga. Für die allermeisten reicht ein Display plus gezielte Einzelkäufe locker aus.
Ihr wollt das Community-Erlebnis? Dann ist der Laden euer Ort, nicht der Warenkorb. WeirdCo hat ein wöchentliches Format namens Night City Brawl angekündigt: Constructed-Deck mitbringen, zocken, um Brawl-Packs mit exklusiven Promos spielen. Das Friday-Night-Magic-Prinzip, nur mit mehr Neon. Dazu kommen die größeren Showdown-Turniere, eins pro Laden und Set. Kein TCG hält sich über Sammler am Leben, die ihre Booster ungeöffnet ins Regal stellen. Es lebt vom Dienstagabend im Laden, wo drei Leute um einen klebrigen Tisch sitzen und sich gegenseitig die Eddies abknöpfen. Wer beim Prerelease am 30. Oktober nicht dabei war: Fragt im Store-Finder-Laden eures Vertrauens nach den Brawl-Terminen.
Bleibt die Frage, die sich jeder stellt, der heute vor dem Regal steht. Display aufreißen oder versiegelt lassen? Meine Einschätzung: Wenn ihr spielen wollt, reißt auf. Die Spekulation auf versiegelte Ware ist ein Spiel für Leute mit Lagerfläche und Geduld, und ob ein Erstauflagen-Display in fünf Jahren Gold wert ist, kann euch heute niemand seriös sagen.
Stand Launch-Tag
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Kurz gemacht
Der Launch ist da und die Infrastruktur steht: neun EU-Distributoren, Luminous Cards als DACH-Anlaufstelle, ein Store-Finder mit tausenden Läden, dazu Preise im normalen TCG-Rahmen. Einsteiger greifen zum Starter (oder gleich zu beiden), Sammler zum Display, und wer das Spiel wirklich kennenlernen will, geht zum Night City Brawl in den Laden um die Ecke. Preem Start, würde ich sagen. Jetzt seid ihr dran: Was landet heute bei euch auf dem Tresen? Ab in die Kommentare.
Quellen: Cyberpunk TCG – Store Locator is now live, Cyberpunk TCG – Kickstarter FAQ (WeirdCo), Cyberpunk TCG Retailer-Programm, Luminous Cards – Booster Display B1001932, CCN Cards, Card-Collector, Feenturm
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