Die Kickstarter-Kampagne des Cyberpunk TCG nähert sich der $21-Millionen-Marke, die Endphase läuft — und die Community stellt eine unbequeme Frage: War’s das mit den Stretch Goals?
Das letzte Stretch Goal liegt weit zurück
Wer sich durch die Kampagnen-Updates scrollt, merkt es schnell: Die letzten offiziell kommunizierten Stretch Goals wurden irgendwo im Bereich um $15 Millionen abgeräumt. Seitdem? Stille. Keine neuen Meilensteine, keine Ankündigungen, kein „Next Goal at $X“. Die Kampagne sammelt weiter Geld, aber die Stretch-Goal-Leiste steht still.
Im Discord kocht das Thema hoch. Ein Community-Mitglied bringt es auf den Punkt:
„The lack of ’next stretch goal at X‘ might suggest it’s the end and there won’t be more despite hitting 20.5 or even 21.“
Ein anderer schlägt vor, dass ein Abschluss-Goal bei $20.77 Mio. — als Referenz an Cyberpunk 2077 — zumindest thematisch passen würde. Und ja, das wäre ziemlich stylish gewesen.
Die andere Seite: Überraschungen gab’s schon
Aber bevor jetzt Panik ausbricht: WeirdCo hat in dieser Kampagne schon mehrfach ohne Vorwarnung nachgelegt. Die V Streetkid Promo-Karte für alle Backer? Wurde einfach so gedroppt, als das Spiel den Rekord als meistfinanziertes Tabletop-Kickstarter aller Zeiten geknackt hat. Kein angekündigtes Stretch Goal, einfach ein Geschenk an die Community.
Wie ein User im Discord anmerkt: „We never know. Right now there are no new stretch goals but who expected the V Streetkid Promo celebrating highest funded game ever on Kickstarter?“
Es ist also durchaus möglich, dass WeirdCo noch was im Ärmel hat — gerade für die letzten Tage vor dem Kampagnenende am 17. April. Ein finaler Push mit einem Überraschungs-Goal wäre nicht untypisch für gut geführte Kickstarter-Kampagnen.
Was steckt dahinter?
Es gibt ein paar plausible Erklärungen, warum die Stretch Goals aufgehört haben:
Option 1: Das Budget ist verplant. Jedes Stretch Goal kostet Geld — mehr Karten, mehr Promos, mehr Produktion. Ab einem gewissen Punkt wird jedes zusätzliche Versprechen zum Risiko. Lieber konservativ kalkulieren und overdelivern, als sich zu übernehmen.
Option 2: Der Fokus liegt auf Qualität. Statt immer mehr draufzupacken, steckt WeirdCo das Geld lieber in die Produktion, bessere Materialien oder die Turnier-Infrastruktur. Nicht alles muss als Stretch Goal kommuniziert werden.
Option 3: Der Endspurt-Surprise. Viele Kampagnen halten sich für die letzten 48 Stunden ein großes Ding zurück. Mit 5 Tagen bis zum Ende wäre das Timing perfekt.
Wie die Community reagiert
Die Stimmung ist gemischt, aber nicht negativ. Klar, die Leute haben sich an regelmäßige Meilenstein-Belohnungen gewöhnt. Wenn die plötzlich aufhören, fühlt sich das an wie ein Momentum-Verlust — auch wenn die Kampagne objektiv immer noch absurd erfolgreich ist.
Aber niemand im Discord redet vom Stornieren. Die Grundstimmung ist eher: „Wäre nice, aber das Spiel ist auch ohne weitere Stretch Goals seinen Pledge wert.“ Und das ist im Endeffekt die gesündeste Haltung.
Fünf Tage bis zum Kampagnenende. Mal sehen, ob WeirdCo noch einen letzten Trick im Cyber-Deck hat.





