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BBG-Control im Deck-Guide: Jede Karte, jede Zahl

Hanako Arasaka: Daughter of the Emperor, Legend-Karte aus dem Cyberpunk TCG
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Kurzfazit (Stand: 13. Oktober 2026)

BBG gewinnt, indem es dem Gegner jede Unit wegnimmt, bevor sie Gigs stehlen kann, und dabei mehr Karten zieht als er. Der Motor ist der min Gig: Man drückt die eigenen Gigs auf den Wert 1. Jeder davon macht Alts nächstes Programm billiger, zwei davon bilden ein Pair, und für jedes Pair zieht Hanako zu Zugbeginn eine Karte. 23 der 40 Hauptdeckkarten räumen ab oder sperren, fast alle davon aber nur unter einer Bedingung, etwa bis 4 oder 5 Power oder nur gegen Units ohne Gear.

Als Einzelkarten kosten Legends und Hauptdeck nach Cardmarket-Trendpreisen (Stand 14. Oktober) 35,05 Euro, mit Sideboard 35,96 Euro. Mit den Premium-Drucken der kursierenden Liste sind es 562,65 Euro.

Ob BBG wirklich das beste Deck ist, weiß noch niemand. RareTotem gibt die Community-Meinung wieder, es sei „widely considered to be the best deck in the format“, und nennt es selbst „one of the top decks in the format“. Wild Things Games spricht von der dominanten Strategie. Hanako und Alt stecken auf ExBurst in jeweils über 400 Listen, in der Mythras-Zählung von 716 Decks vom 16. September (alle Decks mit der jeweiligen Legend, nicht nur BBG) liegen Alt auf Platz 3 und Hanako auf Platz 4. Offizielle Constructed-Turniere gibt es erst ab dem Retail-Start am 6. November, und ExBurst führt keine Event-Siege.

Wer ab dem 6. November bei den Night City Brawls oder ab dem 13. November bei den Night City Showdowns ein Kontrolldeck spielen will, stößt oft auf drei Namen: Alt Cunningham, Hanako Arasaka und Jackie Welles in der Version „Pour One Out For Me“. Ganz einig ist man sich beim dritten Platz nicht. RareTotem nennt Hanako mit Jackie und Judy sowie Hanako mit Jackie und Alt als die effektivsten Kombinationen und entscheidet sich selbst für Judy („I’m going Judy“). Die Beispielliste von Wild Things Games spielt Judy statt Jackie. In der Szene heißt die Kombination BBG, eine Listennotiz nennt sie den „Big Bad Boogeyman of set 1“.

Im Mai haben wir in „Die ersten Meta-Decks sind da“ den Stand aus der Print-and-Play-Phase beschrieben, damals mit ersten Skizzen. Heute liegen Hunderte Listen mit diesen Legends in den öffentlichen Deckbuildern, dazu Videos und Händler-Analysen. Eine Liste kursiert dabei mehrfach, identisch auf zwei Plattformen und samt Sideboard. Wer sie zuerst gebaut hat, lässt sich nicht klären, und darum geht es hier auch nicht.

Diese Liste nehmen wir auseinander. Jede Karte bekommt ihren Kartentext, eine Begründung für die Anzahl und den Hinweis, wo sie versagt. Dazu kommen Kombos, drei bis auf den Eddie nachgerechnete Beispielzüge, Mulligan-Zahlen und Sideboard-Pläne gegen vier Gegnertypen. Wo eine Regel eine Erklärung braucht, führt ein Sternchen zur Regelstelle am Ende des Artikels.


BBG ist beliebt, bewiesen ist nichts

Dass BBG das beste Deck sei, ist bisher eine Einschätzung, keine Messung. Offizielle, sanktionierte Constructed-Turniere gibt es laut Mythras erst nach dem Retail-Start am 6. November, und auf ExBurst steht bei allen drei Legends „Event wins: None tracked yet“.

Die Einschätzungen sind aber ziemlich einhellig. RareTotem nennt BBG im Video vom 9. September „widely considered to be the best deck in the format“. In der Tier-Liste vom 1. September läuft Hanako als „easily the best legend in the game“, Jackie in dieser Version als „S tier“ und Alt als „A tier, borderline S tier“. Randy Muir vom US-Händler Wild Things Games spricht am 4. Oktober von der „dominant deck archetypal strategy“. Keine dieser Stimmen nennt eine Siegquote oder eine Messung, auch die Listennotiz mit dem „Boogeyman“ nicht. Das BBG-Video von RareTotem steht bei rund 19.170 Aufrufen (Stand 13. Oktober).

Harte Zahlen gibt es nur aus den Deckbuildern, und die zeigen Beliebtheit, keine Siege. Auf ExBurst stehen 443 öffentliche Listen mit Hanako, 434 mit Alt und 240 mit Jackie. Alt ist mit 36 Prozent Hanakos häufigster Partner.

Warum so viele Leute auf das Deck setzen, erklärt der Kartentext. Fast alles, was BBG will, hängt an einer Handlung: Gigs auf den Wert 1 drücken. Ein Trust No One oder ein Jackie-Trigger zahlt damit gleich auf mehrere Karten ein, auf Alts Rabatt, Three Mouths, Chrome Reverie, Pyramid Song, Hanakos Kartenzug, Pepe und über die niedrige Street Cred auch auf Towerfall. Ab welchem min Gig welche Karte anspringt, steht im Abschnitt zu den min Gigs.

Die Schwäche steht genauso im Kartentext. Fast jedes Removal hat eine Bedingung: höchstens 4 oder 5 Power, die kleinste Unit, keine Gear, ein d4 auf 1 oder weniger Street Cred als der Gegner. Wer dagegen Units mit 7 oder mehr Power spielt, seine Units ausrüstet, kleine Köder danebenlegt, die eigene Street Cred niedrig hält oder mit Adrenaline sofort angreift, trifft BBG dort, wo die Liste dünn ist. 6 Power reichen nicht ganz, denn Floor It plus Towerfall erwischt auch die. Frei wählbar und ohne Power-Grenze räumen nur Maman Brigitte ab, die dafür eine Unit ohne Gear und zwei abgeworfene Programme braucht, und Placide, der im Sideboard sitzt, 8 €$ kostet und pro Auslösung ein Programm abwirft.

Dieser Guide ist deshalb ein Bauplan mit Begründung. Ein Ergebnisbericht wird er erst, wenn die ersten Events gespielt sind.


Die Liste hat 40 Karten und sieben in Reserve

Die Liste steht im offiziellen Netdeck-Builder auf cyberpunktcg.com als „Hanako Control“ (angelegt am 11. September UTC, zuletzt geändert am 8. Oktober) und auf ExBurst als „BBG Alt“ (aktualisiert am 10. Oktober). Beide Fassungen sind Karte für Karte gleich, das Sideboard eingeschlossen. Wer von wem übernommen hat, ist offen. Begründungen, der Vergleich mit acht unabhängigen Listen und alle Rechnungen in diesem Text stammen von uns.

Anzahl Karte Typ Farbe Kosten
Legends (3)
1 Alt Cunningham: Soulkiller Architect Legend Blue –
1 Hanako Arasaka: Daughter of the Emperor Legend Green –
1 Jackie Welles: Pour One Out For Me Legend Blue –
Units (11)
3 Jacked-In Voodoo Boy Unit Blue 2
3 Pepe Najarro: Working Doubles Unit Green 4
2 Lizzy Wizzy: Delicate Weapon Unit Blue 5
3 Maman Brigitte: Spirit of Death Unit Blue 5
Programs (29)
2 Floor It Program Blue 1
3 Peace Offering Program Green 1
3 Trust No One Program Blue 1
2 Take Control Program Green 2
3 Three Mouths, One Desire Program Blue 2
3 Chrome Reverie Program Blue 3
3 Nocturne OP55 N1 Program Blue 3 (bzw. 1)
3 Pyramid Song Program Blue 3
2 Memory Relapse Program Green 4
3 Les Élémens Program Blue 5
2 Towerfall Program Blue 6
Sideboard (7)
2 Modded Kusanagi Unit Blue 6
2 Placide: Voodoo Sentinel Unit Blue 8
3 Riot Shield Gear Green 2
Kosten 0 1 2 3 4 5 6 7+
Karten 0 8 8 9 5 8 2 0

Die Kurve ist flach, der Schnitt liegt bei 3,1 €$. Das Hauptdeck endet bei Towerfall für 6 €$, alles Teurere wartet im Sideboard. Für ein Kontrolldeck ist das ungewöhnlich, und wohl Absicht: Die Liste will in jedem Zug zwei Dinge erledigen, und das geht nur mit vielen Karten zwischen 1 und 3 €$.

Turnierfest ist die Liste auch. Sie hat 3 Legends und 40 Karten, keine Karte öfter als dreimal, keine gebannt, und sie nutzt die Farbgrenzen der Legends genau aus: Alt und Jackie erlauben zusammen blaue Karten bis RAM 4, Hanako grüne bis RAM 2.

Hanako ist die einzige grüne Legend der Liste, und nur ihr RAM-Wert von 2 erlaubt überhaupt grüne Karten im Deck. Ohne sie dürften die zehn grünen Hauptdeckkarten nicht in die Liste, also Pepe, Peace Offering, Take Control und Memory Relapse, dazu im Sideboard Riot Shield. Wer Hanako gegen eine andere Legend tauscht, muss diese Slots komplett neu besetzen.


Jede Legend hat eine eigene Aufgabe

Vor den einzelnen Legends kurz zum Geld, denn davon hängt jeder Zug ab. Jede Legend kann pro Zug 1 €$ zahlen, dazu kommt ein Verkauf pro Zug. In Zug N hat man damit ungefähr N Eddies plus 3 €$ aus den Legends, in Zug 3 also rund 6 €$. Eddies im Sinne der Regeln erzeugt keine Karte dieser Liste. Die einzige Zusatzquelle ist Pepe: Er macht Alt und Jackie wieder bereit, sodass sie im selben Zug noch einmal 1 €$ zahlen.

Dafür haben die Fähigkeiten einen Preis. Alts beide Fähigkeiten und Hanakos Swap verlangen, dass man die Legend spendet. Eine gespendete Legend zahlt in diesem Zug keinen €$ mehr,*1 jede genutzte Fähigkeit ist also ein Eddie weniger für Karten. Hanakos Kartenzug und Jackies Trigger kosten dagegen nichts und laufen nebenher.

Und dann ist da der Zufall. Eine verdeckte Legend zahlt, sonst tut sie nichts. Welche man aufdeckt, weiß man vorher nicht, denn die drei liegen gemischt und verdeckt aus, auch für ihren Besitzer.*2 Der erste Call trifft jede Legend mit einer Wahrscheinlichkeit von 1/3. Wer im Zug des Gegners 1 €$ offen lässt, kann bei dessen Angriff zusätzlich callen und hat so schneller alle drei offen.*3 Wie man je nach erster Legend spielt, steht im Spielplan.

Hanako Arasaka: Daughter of the Emperor, Karte aus dem Cyberpunk TCG
Hanako Arasaka: Daughter of the Emperor (Kartenbild: CD PROJEKT RED / WeirdCo)
Alt Cunningham: Soulkiller Architect, Karte aus dem Cyberpunk TCG
Alt Cunningham: Soulkiller Architect (Kartenbild: CD PROJEKT RED / WeirdCo)
Jackie Welles: Pour One Out For Me, Karte aus dem Cyberpunk TCG
Jackie Welles: Pour One Out For Me (Kartenbild: CD PROJEKT RED / WeirdCo)

Hanako: der Motor, der nichts kostet

„{Spend} Swap a friendly Gig with a rival Gig.“
„At the start of your turn, draw 1 for each friendly value-pair of Gigs.“

Hanako ist der Motor des Decks, und sie macht zwei Dinge.

Sie zieht Karten, ohne etwas zu kosten. Zu Beginn jedes eigenen Zugs gibt es eine Karte für jedes eigene Value-Pair, also für je zwei eigene Gigs mit demselben Wert. Dafür muss sie nur aufgedeckt sein, Spenden oder Bezahlen braucht es nicht. Allerdings greift das frühestens in Zug 3.*4 Zu Beginn von Zug 2 liegt erst ein eigener Gig, und der Gig, der im laufenden Zug dazukommt, zählt noch nicht. Darum wirkt BBG in den ersten beiden Zügen so zahm. Wer Hanako früh offen hat, bringt die Gigs aus Zug 1 und 2 auf denselben Wert, am einfachsten beide auf 1 oder per Peace Offering.

Ihr zweites Werkzeug ist der Tausch. Für ein Spend, also den Eddie, den sie in diesem Zug sonst gezahlt hätte, tauscht man einen eigenen Gig gegen einen des Gegners, beide behalten ihre Zahl. Gestohlen ist damit nichts, aber man holt den eigenen d4 zurück, macht ein eigenes Pair voll oder zerlegt das des Gegners. Wer einen hohen eigenen Gig gegen einen niedrigen tauscht, senkt außerdem die eigene Street Cred, bis Towerfall beide Effekte bekommt.

Gefährlich für Hanako sind Gegner, die Gig-Werte gezielt verändern. RareTotem nennt Dexter DeShawn „and the other fixers“ als Gegenmittel und hält El Capitán für eine gute Wahl gegen Hanako-Decks. Und weil Hanako kein Merc ist, kann Pepe sie nicht wieder bereit machen.

Alt: Rabatt und zweite Kopie

„{Spend} Your next Program this turn plays for -1 €$ for each friendly min Gig, to a minimum of 1 €$.“
„1 €$, {Spend} Play a Program from your trash. Bottom-deck it after you play it. (You still pay its cost.)“

Alt macht die teuren Programme billiger und spielt Removal aus dem Trash ein zweites Mal. Beides kostet sie ihren Eddie für diesen Zug, deshalb muss man nachrechnen, ob sich der Einsatz lohnt.

Der Rabatt lohnt sich erst ab zwei min Gigs. Er senkt das nächste Programm um 1 €$ pro min Gig, aber Alt zahlt dafür ihren eigenen Eddie nicht. Netto bleibt also die Zahl der min Gigs minus 1. Mit drei min Gigs kostet Les Élémens statt 5 nur 2 €$, billiger als 1 €$ wird kein Programm.

Den Zeitpunkt muss man genau treffen. Alt spendet man erst, wenn alle min Gigs des Zugs liegen, denn die Höhe des Rabatts steht beim Spenden fest.*5 Und man spendet sie unmittelbar vor dem Programm, das billiger werden soll. Der Rabatt gilt nämlich für das nächste Programm, egal welches, und auch ein Gratis-Programm über Lizzy Wizzy dürfte ihn fressen.

Rabatt und Trash-Programm gehen im selben Zug nur zusammen, wenn Pepe Alt wieder bereit macht. Dann gilt der Rabatt sogar für das Programm aus dem Trash, und zwei Rabatte hintereinander addieren sich.

Ein Programm aus dem Trash ist teuer: 1 €$ plus Alts Spend plus die vollen Kosten. Les Élémens kostet so 1 + 5 €$ und Alts Eddie, zusammen 7 €$ Gegenwert. Dafür bekommt man ein zweites Bottom-deck, und die Karte wandert danach unter das eigene Deck, was nebenbei gegen ein leeres Deck hilft.

Zwei Angaben bei Wild Things Games passen nicht zum Kartentext. Dort steht der Rabatt als „discount … by each pair of min-gigs“, laut Karte gilt er aber „for each friendly min Gig“, also pro min Gig. Und für Programme aus dem Trash nennt WTG „an extra ~2 eddies“. Laut Karte sind es 1 €$ plus Alts Spend. Die „~2“ stimmen nur, wenn man Alts entgangenen Eddie mitzählt, und das steht bei WTG nicht dabei.

RareTotem hält Alts Trash-Fähigkeit für „very powerful, though very expensive“ und meint, sie werde seltener genutzt als Judys Fähigkeit. In den Notizen einer Vergleichsliste heißt es: „Alt Cunningham is interchangeable with Judy Alvarez.“ Bei den Buildern ist Alt Partner von 36 Prozent der Hanako-Listen und 51,5 Prozent der Jackie-Listen.

Jackie: min Gigs ohne Spend

„The first time you play a Blue Unit or Blue Gear each turn, you may decrease a friendly Gig by up to 2. If it becomes a min Gig, draw 1.“

Jackie drückt Gigs auf 1, ohne ihren Eddie zu kosten. Sie zahlt weiter wie jede Legend, und nebenbei senkt sie einen Gig. Genau das unterscheidet sie laut RareTotem von Wakako: „you have to spend her to alter gig values unlike Jackie“.

Auslösen kann sie nur die erste blaue Unit oder Gear des Zugs. Im Hauptdeck sind das acht Karten: drei Voodoo Boy, zwei Lizzy Wizzy, drei Maman Brigitte. Aus dem Sideboard kommen Kusanagi und Placide dazu. Pepe ist grün, Riot Shield auch, Programme zählen gar nicht, auch nicht die aus dem Trash. Wer zuerst eine blaue Unit spielt und erst danach Jackie aufdeckt, bekommt in diesem Zug gar keinen Trigger mehr, auch nicht mit einer zweiten Unit.*6

Eine Karte gibt es nur, wenn Jackie den Gig auf 1 bringt. Ein d4 oder d6 auf 2 oder 3 landet auf 1 und zieht. Ein d8 auf 7 wird nur 5, das zieht nichts. Wer einen Gig wählt, der schon auf 1 steht, zieht auch nichts. Weil sie „up to 2“ senkt, darf man den Trigger auch ungenutzt lassen.

Bei den Buildern ist Jackie Partner von 25,6 Prozent der Hanako-Listen und 28,3 Prozent der Alt-Listen. Sie stammt als SD01-011 aus dem Heist-Starter.


Ein Gig auf 1 schaltet das halbe Deck frei

Jeder Gig auf 1 bedient zwei Ziele zugleich, Alts Rabatt und Hanakos Kartenzug. Die Beschreibung der kursierenden Liste sagt es selbst: „We want to make a lot of Min Gigs for Alt Cunningham and Hanako, who will make our programs cheaper and draw us lots of cards respectively.“ RareTotem trennt die beiden noch, min Gigs „to get Alt Cunningham’s program discount ability online“ und Pairs, damit „Hanako snowball“. Dass dieselbe Handlung beides liefert, folgt aus den Regeln: Jeder min Gig hat den Wert 1, und zwei gleiche Werte sind ein Pair.

Die Karten springen an unterschiedlichen Stellen an. Schon ein min Gig reicht für den Gratis-Call von Chrome Reverie und, wenn es der d4 ist, für beide Effekte von Pyramid Song. Three Mouths nimmt pro min Gig eine Karte mehr. Alts Rabatt lohnt sich erst ab dem zweiten, und erst ab dem zweiten steht auch das Pair für Hanako und Pepe.

Bei vier min Gigs läuft alles gleichzeitig. Das sind zwei Pairs, also zwei Extra-Karten pro Zug über Hanako. Alts Rabatt liegt bei 4 €$, netto bei 3. Three Mouths nimmt alle drei gesuchten Karten, Pyramid Song bekommt beide Effekte, sofern der d4 dabei ist, Chrome Reverie gibt den Gratis-Call, und Pepe macht beim Angriff zwei Legends wieder bereit. Sechs Effekte aus einer einzigen Ressource.

Der d4 gehört in Zug 1 auf den Tisch

Würfelt den d4 als ersten Gig ein. Welchen Würfel man einwürfelt, entscheidet man selbst, nur der d20 muss als letzter kommen. Pyramid Song verlangt ausdrücklich den eigenen d4 auf 1. Wer ihn in Zug 1 einwürfelt, hat ab Zug 2 die Kombination aus Trust No One und Pyramid Song bereit.

Trust No One ist der sichere Weg dorthin. Die Karte senkt um bis zu 3, ein d4 erreicht damit von jedem Wert aus die 1. Jackie senkt nur um 2 und bringt einen d4 auf 4 lediglich auf 2. RareTotem bringt es auf den Punkt: „Trust No One can automatically change that D4 to a one regardless of what value it was rolled at, so it’s a sure thing.“

Der d4 ist auch die verwundbarste Stelle. Der Gegner kann ihn stehlen oder mit seiner eigenen Hanako wegtauschen, dann bekommt Pyramid Song nur noch einen Effekt. Wild Things Games rät Gegnern zu Recht, „play around Pyramid Song when they have a min value d4“: Es muss der d4 sein, irgendein min Gig reicht nicht.

Niedrige Street Cred ist Waffe und Schild

Viele Gigs auf 1 halten die eigene Street Cred niedrig, und genau das braucht Towerfall. Street Cred ist die Summe aller Gig-Werte. Vier min Gigs ergeben 4, ein Gegner mit Gigs auf 6 und 3 hat 9. Towerfall bekommt beide Effekte nur, wenn wir weniger Street Cred haben als der Gegner, und der min-Gig-Plan liefert das fast nebenbei. Eine Ausnahme gibt es: Ein Gegner ganz ohne Gigs zählt als kleiner als 0, gegen ihn haben wir also nie weniger.*7

Hanakos Tausch kann gezielt nachhelfen. Einen hohen eigenen Gig gegen einen niedrigen des Gegners tauschen senkt unsere Summe und erhöht seine. Im Mirror klappt das alles schlechter, weil beide Seiten ihre Werte drücken. Wer dann weniger hat, ist offen.

Als Schild wirkt die niedrige Summe gegen MT0D12 Flathead aus Judy-Listen: „If you have less ☆ than a Rival, this Unit can’t be blocked.“ Je niedriger unsere Street Cred, desto seltener hat der Flathead-Spieler weniger, und desto öfter bleibt Flathead blockbar.

Memory Relapse zieht nur bei gerader Street Cred. Zwei min Gigs ergeben 2, drei ergeben 3. Wer die Karte spielen will, lenkt die Summe vorher mit Trust No One oder einem Jackie-Trigger.


Jede Karte mit Text, Anzahl und Schwachstelle

Die Prozentwerte hinter den Karten sind Builder-Quoten von ExBurst: der Anteil der Listen in der Konsens-Auswertung zur jeweiligen Legend, in denen die Karte steckt. Diese Auswertung umfasst bei Hanako 356 der 443 Listen, bei Alt 357 von 434 und bei Jackie 196 von 240. Sie zeigen, was gebaut wird, nicht was gewinnt. Die kursierende Liste begründet ihre Kartenzahlen nicht, die Begründungen hier sind unsere.

Gut die Hälfte des Decks räumt ab oder sperrt, aber nur elf Karten nehmen eine Unit wirklich vom Tisch. RareTotem schätzt den Anteil auf „roughly 60%“. Wir zählen 23 von 40 Karten, also 57,5 Prozent: drei Maman, zwei Floor It, zwei Take Control, drei Chrome Reverie, drei Nocturne, drei Pyramid Song, zwei Memory Relapse, drei Les Élémens, zwei Towerfall. Floor It und Take Control kann man auch als Tricks zählen. Entfernen tun nur Maman, Pyramid, Les Élémens und Towerfall, die anderen zwölf verschieben das Problem um einen Zug. Und auch die elf schicken Units nur unter das Deck des Gegners, ganz nach unten.*8 Zurück kommen sie erst, wenn er sein Deck bis dahin durchgezogen hat.

3× Jacked-In Voodoo Boy

„This Unit can’t attack unless you played a Program this turn.“

Blue Unit, 2 €$, Power 2. Voodoo Boy ist der billigste Jackie-Auslöser und stiehlt früh einen Gig. Seine Bedingung, vorher ein Programm zu spielen, ist bei 29 Programmen im Deck kaum ein Hindernis. Leicht übersehen: Als kleine Unit ist er ein Köder gegen ein gegnerisches Les Élémens. Wild Things Games rät BBG-Gegnern zu solchen Schilden, und im Mirror gilt das genauso für uns.

Drei Kopien, weil man ihn in Zug 1 oder 2 sehen will. In der Starthand liegt er mit 39,4 Prozent (Rechnung im Mulligan-Abschnitt). Bei den Buildern steckt er in 36 Prozent der Hanako- und 53,1 Prozent der Jackie-Listen, zwei der drei Judy-Varianten im Vergleich verzichten ganz. RareTotem sieht ihn als Zug-1-Karte: „put an attacker on the board turn one … your rival will likely not want to waste any removal“.

3× Pepe Najarro: Working Doubles

„{Attack} If you control a value-pair of Gigs, ready up to 2 MERC Legends in your Legends area.“

Pepe Najarro: Working Doubles, Karte aus dem Cyberpunk TCG
Pepe Najarro: Working Doubles (Kartenbild: CD PROJEKT RED / WeirdCo)

Green Unit, 4 €$, Power 6. Pepe sieht aus wie ein Angreifer, ist aber eine Geldquelle. Greift er an und es liegt ein eigenes Pair, macht er Alt und Jackie wieder bereit, beides Mercs. Das passiert sofort beim Angriff, bevor der Gegner reagieren kann.*9 Blockt der Gegner oder spielt Take Control, stehen Alt und Jackie trotzdem wieder. Das bringt 2 €$ extra oder einen zweiten Einsatz von Alt im selben Zug.

Seine 6 Power überstehen Pyramid Song (6 − 4 = 2) und Towerfall (6 − 5 = 1) eines Mirror-Gegners, Floor It plus Towerfall bringt ihn aber auf 0. Les Élémens trifft ihn, sobald er die kleinste Unit ist. Dazu drei Schwächen: Er ist grün und löst Jackie nicht aus, er greift erst im Zug nach dem Ausspielen an, und ohne Pair beim Angriff passiert gar nichts.

Drei Kopien, weil er außer dem Verkauf die einzige zusätzliche Geldquelle ist. Eine Vergleichsliste spielt zwei, drei der acht verzichten. Builder-Quote 41,6 Prozent bei Hanako und 29,6 Prozent bei Jackie, dort nur als Option.

2× Lizzy Wizzy: Delicate Weapon

„{Play} You may play a Program with cost 3 or less from your hand or trash for free. Bottom-deck it after you play it.“ „{Blocker}“

Blue Unit, 5 €$, Power 2. Lizzy bringt drei Dinge auf einmal: einen Blocker, der schon im Ausspielzug blocken darf, einen Jackie-Trigger und gratis Pyramid Song, Chrome Reverie oder Nocturne, auch aus dem Trash. Das Gratis-Programm spart bis zu 3 €$, Körper und Trigger kosten also effektiv 2.

Bei Lizzy weicht die Liste deutlich vom Konsens ab. Builder-Quote 50,3 Prozent bei Hanako, 83,5 Prozent bei Alt, 80,1 Prozent bei Jackie. Fünf der acht Vergleichslisten spielen drei Kopien, eine zwei (Wild Things Games), eine nur eine, eine keine. Unsere Deutung: Bei Kosten 5 stehen schon acht Karten, eine dritte Lizzy würde die Kurve dort verstopfen. Wer einen Slot umbauen will, nimmt sie trotzdem als Erstes.

3× Maman Brigitte: Spirit of Death

„{Play} You may discard 2 Programs. If you do, bottom-deck a rival unequipped Unit.“

Maman Brigitte: Spirit of Death, Karte aus dem Cyberpunk TCG
Maman Brigitte: Spirit of Death (Kartenbild: CD PROJEKT RED / WeirdCo)

Blue Unit, 5 €$, Power 3, RAM 4. Maman wählt ihr Ziel frei und kennt keine Power-Grenze, das kann im Hauptdeck sonst nur Les Élémens, und das trifft nur die kleinste Unit. Der Preis sind 5 €$ und zwei Programme von der Hand, und zwar beide oder keins. Verloren sind die nicht, sie füllen den Trash für Alt und Lizzy. Scheitern lässt sie ein einziges Wort: „unequipped“. Gegen Gear-Decks entscheidet sie darum mehr als jede andere Karte.

Drei Kopien, weil die Liste Maman statt Placide ins Hauptdeck setzt. Builder-Quote zwischen 34,6 und 56,1 Prozent, fünf der acht Vergleichslisten spielen zwei. RareTotem nennt sie in Zug 2 „costly to use early“ und rät: „use her sparingly“.

2× Floor It

„{Quick} Give a rival Unit -1 power this turn. Draw 1.“

Blue Program, 1 €$, {Quick}, also auch im Zug des Gegners spielbar. Ein Punkt Power wirkt wenig, verschiebt aber drei Schwellen. Ein Angreifer mit 10 Power fällt auf 9 und stiehlt einen Gig statt zwei. Im Kampf gegen einen Blocker wird aus einer Niederlage ein Gleichstand, und dann verlieren beide. Vor allem reicht Pyramid Song danach bis 5 Power und Towerfall bis 6. Floor It ist kein Braindance-Programm, in einer Judy-Variante löst es Judys Power-Bonus also nicht aus.

Zwei Kopien. Builder-Quote zwischen 33,4 Prozent bei Hanako (nur als Option) und 64,3 Prozent bei Jackie. Zwei Vergleichslisten spielen drei, drei verzichten ganz.

3× Peace Offering

„You may set a Gig’s value to the value of another Gig. Then, if you control a value-pair, draw 1.“

Green Program, 1 €$. Peace Offering macht Pairs für Hanako und Pepe und zieht dabei eine Karte. Weil es „a Gig“ heißt, kann man damit auch ein gegnerisches Pair zerlegen, im Mirror oder gegen eine gegnerische Hanako kostet ihn das eine Karte pro Zug. Gezogen wird bei jedem eigenen Pair, der gesetzte Gig muss nicht dazugehören. Wer also ein fremdes Pair zerlegt und selbst schon eins hat, zieht trotzdem.

Drei Grenzen hat die Karte. Würfel in der Fixer-Area sind tabu. Der neue Wert muss auf dem Würfel existieren, ein d4 lässt sich nicht auf 6 setzen. Und ein Gig kann nicht auf den Wert gesetzt werden, den er schon hat.

Drei Kopien. Mit 85,7 Prozent ist Peace Offering die meistgespielte Karte in Hanako-Listen.

3× Trust No One

„Decrease a Gig by up to 3. Then, if you control a min Gig, draw 1.“

Trust No One, Karte aus dem Cyberpunk TCG
Trust No One (Kartenbild: CD PROJEKT RED / WeirdCo)

Blue Program, 1 €$. Der sicherste Weg, den d4 auf 1 zu bringen, von jedem Wert aus, und dazu eine Karte. Gezogen wird, sobald irgendein eigener Gig auf 1 steht. Man darf mit Trust No One also auch einen Gig des Gegners senken und zieht trotzdem, wenn auf der eigenen Seite schon eine 1 liegt.

Drei Kopien. Builder-Quote 55,9 Prozent bei Hanako, 81 Prozent bei Alt und 83,2 Prozent bei Jackie, dort Platz 1.

2× Take Control

„{Quick} A rival Unit steals 1 fewer Gig this turn. If that Unit is an AI, DRONE, or VEHICLE, draw 1.“

Green Program, 2 €$, {Quick}. Neben Floor It die einzige Karte, die man im Zug des Gegners spielen kann. Jeder Angreifer mit 1 bis 9 Power stiehlt bei diesem Angriff nichts mehr, und die Kürzung gilt in diesem Zug auch für Gigs, die eine Unit per Effekt stiehlt. Eine Karte gibt es gegen Modded Kusanagi, Valentino Street Racer und MaxTac AV (Vehicle), MT0D12 Flathead (Drone) und Delamain: Rideshare AI (AI), alles Karten aus gegnerischen Varianten. Der Preis ist Disziplin: Am Ende des eigenen Zugs müssen 2 €$ übrig bleiben.

Zwei Kopien, und zusammen mit Memory Relapse ist das die eigentliche Handschrift dieser Liste. Nur zwei von acht Vergleichslisten spielen Take Control, Builder-Quote bei Hanako 32,9 Prozent und nur als Option. Wer umbauen will, schneidet hier zuerst.

3× Three Mouths, One Desire

„Search the top 3 cards of your deck. Add 1 to your hand. You may add 1 more for each friendly min Gig. Bottom-deck the rest.“

Blue Program, 2 €$, RAM 3. Filter und Kartenvorteil in einem. Ab zwei min Gigs nimmt man alle drei Karten für 2 €$, der Rest geht unter das Deck und verlängert es. Wild Things Games zählt die Karte zu den „auto-include programs“. Drei Kopien, Builder-Quote 43,8 Prozent bei Hanako und 74,5 Prozent bei Jackie.

3× Chrome Reverie

„A rival Unit can’t attack until your next turn. If you control a min Gig, you may Call a Legend for free. (You can only Call a Legend once per turn.)“

Chrome Reverie, Karte aus dem Cyberpunk TCG
Chrome Reverie (Kartenbild: CD PROJEKT RED / WeirdCo)

Blue Program, 3 €$. Sperrt einen Angreifer bis zum nächsten eigenen Zug und spart mit dem Gratis-Call 1 €$. Ohne {Quick} geht das nur im eigenen Zug. Der Haken steht in Klammern: Nur ein Call pro Zug. Wer vorher schon gecallt hat, verliert den Bonus, und den Gratis-Call muss man sofort nehmen, aufheben lässt er sich nicht. Drei Kopien, Builder-Quote zwischen 48,9 und 79,1 Prozent.

3× Nocturne OP55 N1

„If your fixer area is empty, play this Program for 1 €$. Choose one effect. Draw 2. // A Unit can’t attack until your next turn. // A friendly Legend may use {Go Solo} for -2 €$ this turn, to a minimum of 1 €$.“

Blue Program, 3 €$ oder 1 €$. Früh ist Nocturne eine zweite Chrome Reverie oder Draw 2 für 3 €$. Ab dem sechsten eigenen Zug kostet sie nur noch 1 €$, denn dann sind alle sechs Gig-Würfel eingewürfelt und die Fixer-Area ist leer. Das gilt ab der Main Phase dieses Zugs, sofern nichts Würfel zurücklegt, und der günstige Preis ist dann Pflicht.*10

Der dritte Effekt ist in dieser Liste tot, denn keine der drei Legends hat Go Solo oder kann aufs Feld. Effekt 2 sagt übrigens „A Unit“, nicht „a rival Unit“, in der Praxis egal. Drei Kopien, Builder-Quote zwischen 36 und 51,5 Prozent, drei der acht Vergleichslisten verzichten.

3× Pyramid Song

„Choose one effect. If a friendly d4 is a min Gig, choose both instead. Give a rival Unit -4 power this turn. // Bottom-deck a rival Unit with power 0.“

Pyramid Song, Karte aus dem Cyberpunk TCG
Pyramid Song (Kartenbild: CD PROJEKT RED / WeirdCo)

Blue Program, 3 €$, RAM 3. Das billigste echte Removal der Liste, mit zwei Bedingungen: Der eigene d4 steht auf 1, und das Ziel hat höchstens 4 Power. Dann bekommt es erst −4 und geht danach unter das Deck, denn Power unter 0 zählt als 0.*11 Mit Floor It davor reicht es bis 5 Power. Lizzy spielt Pyramid Song gratis, auch aus dem Trash. Drei Kopien, Builder-Quote zwischen 47,8 und 77 Prozent.

2× Memory Relapse

„Spend a rival Unit. It can’t ready until your next turn. If your ☆ (Street Cred) is an even number, draw 1.“

Green Program, 4 €$. Die Antwort auf große Units, die Pyramid und Towerfall überleben: Sie bleibt bis zu unserem nächsten Zug liegen. Das Ziel darf schon gespent sein, dann wirkt nur die Ready-Sperre. Eine Zweitfunktion nennt keine unserer Quellen: Eine gespente Unit des Gegners darf man angreifen. Pepe kann sie so im Kampf besiegen, wenn er mehr Power hat. Eine Karte gibt es bei gerader Street Cred, und die lässt sich über min Gigs lenken.

Zwei Kopien. Vier der acht Vergleichslisten verzichten, zwei spielen drei. Builder-Quote 49,2 Prozent bei Hanako und 30,1 Prozent bei Jackie, dort als Option. Memory Relapse und Take Control teilen sich die knappen grünen Slots.

3× Les Élémens

„Bottom-deck a Rival’s lowest-power Unit. (If there are multiple, choose 1.)“

Les Élémens, Karte aus dem Cyberpunk TCG
Les Élémens (Kartenbild: CD PROJEKT RED / WeirdCo)

Blue Program, 5 €$, RAM 4. Les Élémens fragt weder nach Power noch nach Gear, trifft aber immer die kleinste gegnerische Unit. Gezählt wird die Gesamt-Power samt Gear, nicht der aufgedruckte Wert.*12 Bei Gleichstand wählt, wer die Karte spielt. Mit Alt und zwei min Gigs kostet sie 3 €$, mit drei nur 2.

Gear verschiebt das Ziel. Gear auf der eigentlichen Bedrohung hält einen kleinen Köder daneben in der Rolle der kleinsten Unit. Gear auf dem Köder kann ihn dagegen über die Bedrohung heben und diese freilegen. Mandibular Upgrade hat Power 0 und macht einen Köder zum Blocker, ohne seine Power zu ändern.

Die Schwäche ist der Köder. Legt der Gegner eine kleine Unit neben seine Bedrohung, trifft Les Élémens den Köder. Darum zuerst Pyramid Song oder Maman auf den Köder, danach Les Élémens. RareTotem nennt die Karte als Zug-2-Antwort auf einen frühen Pepe: „the choice is easy, Les Elements“. Drei Kopien, Builder-Quote zwischen 41,9 und 67,9 Prozent.

2× Towerfall

„Choose one effect. If you have less ☆ (Street Cred) than a Rival, choose both instead. Give all rival Units -5 power this turn. // Bottom-deck all rival Units with power 0.“

Towerfall, Karte aus dem Cyberpunk TCG
Towerfall (Kartenbild: CD PROJEKT RED / WeirdCo)

Blue Program, 6 €$, RAM 4, Epic. Der Board-Wipe: Alle gegnerischen Units bis 5 Power gehen unter das Deck, wenn wir weniger Street Cred haben als der Gegner. Bei Gleichstand gibt es nur einen Effekt. Der zweite Effekt allein räumt nur Units, die schon 0 Power haben, etwa Delamain: Rideshare AI, Evelyn Parker oder Misty aus Judy-Listen.

Zwei statt drei Kopien. Towerfall ist die teuerste Karte im Hauptdeck und treibt den Preis: 19,98 Euro der 25,92 Euro für die 40 Hauptdeckkarten entfallen auf die beiden Kopien. Vier Vergleichslisten spielen drei. Nach Lizzy ist Towerfall der zweite Kandidat zum Aufstocken.


Jede Kombo-Kette hat eine Bruchstelle

Zu jeder Kette gehört die Stelle, an der sie reißt, und gerade die ist für Gegner interessant. Die erste Kette beschreibt RareTotem selbst, die übrigen leiten wir aus Kartentext und Regeln ab.

Trust No One, dann Pyramid Song

Für 4 €$ eine Unit bis 4 Power weg, eine Karte gezogen, und der d4 bleibt auf 1. Trust No One für 1 €$ senkt den eigenen d4 auf 1 und zieht, weil jetzt ein min Gig liegt. Pyramid Song für 3 €$ bekommt danach beide Effekte, −4 und Bottom-deck.

Die Kette reißt, wenn kein d4 im eigenen Gig-Bereich liegt, weil er noch in der Fixer-Area wartet, gestohlen oder weggetauscht wurde. Steht der d4 schon auf 1, ändert Trust No One nichts, zieht aber trotzdem. Bei 5 Power oder mehr ist Schluss, mit Floor It bei 6 oder mehr, und Gear oder Buffs können ein Ziel über die Schwelle heben.

Jackie-Trigger plus Lizzy, Pyramid gratis aus dem Trash

Für 5 €$ ein Blocker auf dem Feld, eine Unit bis 4 Power weg und eventuell eine Karte. Lizzy ist die erste blaue Unit des Zugs, Jackie senkt den d4 um bis zu 2 und zieht, wenn er auf 1 landet. Lizzy spielt Pyramid Song gratis aus Hand oder Trash, mit beiden Effekten, danach wandert Pyramid unter das Deck.

Wichtig ist die Reihenfolge: Jackie und Lizzy lösen gleichzeitig aus, und man handelt Jackie zuerst ab, damit der d4 schon auf 1 steht, wenn Pyramid kommt.*13 Die Kette reißt, wenn der d4 auf 4 steht, wenn Jackie noch verdeckt liegt oder in diesem Zug schon ausgelöst hat, etwa durch einen Voodoo Boy, oder wenn keine Pyramid in Hand oder Trash liegt. Über Lizzy geht auch Chrome Reverie, dann gibt es zusätzlich den Gratis-Call, sofern in diesem Zug noch nicht gecallt wurde.

Alt-Rabatt auf Les Élémens oder Towerfall

Erst min Gigs aufbauen, dann Alt spenden, dann sofort das teure Programm. Les Élémens kostet mit zwei min Gigs 3 €$, mit drei nur 2. Towerfall kostet mit drei min Gigs 3 €$, mit fünf nur 1.

Die Kette reißt, wenn zwischen Alt und dem Zielprogramm ein anderes Programm kommt, auch ein Gratis-Programm über Lizzy. Mit nur einem min Gig bringt der Rabatt nichts, und ist Alt schon gespent, gibt es ihn gar nicht.

Maman füllt den Trash, Lizzy und Alt spielen nach

Maman für 5 €$ entfernt eine Unit ohne Gear und legt dabei zwei Programme in den Trash, etwa Pyramid Song und Chrome Reverie. Als blaue Unit löst sie Jackie aus. Im nächsten Zug spielt Lizzy die abgeworfene Pyramid gratis, oder Alt holt für 1 €$ plus Spend plus Kosten ein abgeworfenes Les Élémens zurück.

Die Kette reißt, wenn alle Units des Gegners Gear tragen oder keine zwei Programme auf der Hand liegen. Und der Trash ist öffentlich, der Gegner sieht genau, was zurückkommen kann.

Pepe greift an, Alt und Jackie stehen wieder auf

Pepe kommt einen Zug vorher für 4 €$. Im eigenen Zug zahlen Alt und Jackie wie gewohnt, man sorgt für ein Pair, mit zwei min Gigs oder Peace Offering, und greift mit Pepe an. Alt und Jackie stehen sofort wieder bereit, noch bevor der Gegner reagieren kann. Danach hat Alt einen zweiten Einsatz, und Jackie zahlt noch einmal 1 €$.

Die Kette reißt, wenn Pepe im Zug des Gegners entfernt oder gesperrt wurde, etwa durch Chrome Reverie, Nocturne oder Memory Relapse eines Mirror-Gegners, oder wenn beim Angriff kein Pair liegt. Ohne Ziel gibt es auch keinen Angriff: Hat der Gegner keine Gigs und keine gespente Unit, kann Pepe nicht angreifen. Hanako ist kein Merc und bleibt liegen.

Chrome Reverie mit min Gig, Call geschenkt

Ein min Gig muss liegen, per Trust No One für 1 €$ oder durch einen glücklichen Wurf. Chrome Reverie für 3 €$ sperrt einen Angreifer und gibt einen Gratis-Call. Welche Legend der aufdeckt, entscheidet der Zufall, solange mehr als eine verdeckt liegt. Liegt nur noch eine verdeckt, ist der Treffer sicher. Die Kette reißt, wenn in diesem Zug schon gecallt wurde oder kein min Gig liegt.

Niedrige Street Cred, Towerfall mit beiden Effekten

Die eigenen Gigs bleiben auf 1, bei Bedarf tauscht Hanako einen hohen eigenen Gig gegen einen niedrigen des Gegners. Dann bekommt Towerfall für 6 €$, mit Alt billiger, beide Effekte: alle Units des Gegners bis 5 Power weg, mit Floor It davor auch eine bis 6.

Die Kette reißt, wenn unsere Street Cred gleich hoch oder höher ist, typisch im Mirror oder gegen Gegner mit wenigen niedrigen Gigs. Gegen einen Gegner ganz ohne Gigs hat er die niedrigere Street Cred.

Memory Relapse, dann greift Pepe die gespente Unit an

Memory Relapse für 4 €$ spendet eine Unit des Gegners, die bis zu unserem nächsten Zug liegen bleibt, bei gerader Street Cred mit Karte. Pepe greift genau diese Unit an und gewinnt, wenn er mehr Power hat. Einen Gig stiehlt er dabei nicht, Alt und Jackie macht er trotzdem wieder bereit. Die Kette reißt bei einem Ziel mit 6 Power oder mehr oder wenn ein Blocker den Angriff auf sich zieht, was auch geht, wenn Pepe eine Unit statt der Gigs angreift.


Der Spielplan hat drei Phasen

Zug 1 und 2: die Engine anwerfen

Wer beginnt, hat in Zug 1 nur 2 €$, der Zweite hat 4. Der Startspieler muss zu Beginn zwei seiner drei Legends spenden, und weil die Reihe gemischt und verdeckt liegt, entscheidet der Zufall, welche bereit bleibt. Ihm bleiben ein Eddie aus dem Verkauf und diese eine Legend. Nach unserer Rechnung ist das der größte Unterschied der Eröffnung. RareTotem beschreibt den Normalfall knapp: „Usually you sell a card and call a legend and then pass your turn“.

Erst callen, dann entscheiden. Der erste Call ist ein Blindgriff, jede Legend kommt mit 1/3, und der Plan muss mit allen drei Ergebnissen funktionieren. Wer zuerst eine blaue Unit spielt und danach Jackie aufdeckt, bekommt in diesem Zug keinen Trigger mehr.

Kommt Jackie zuerst, läuft die Engine sofort. Als Zweiter reicht das in Zug 1 für Call, Voodoo Boy und den d4 auf 1, ohne Trust No One, wenn der d4 eine 2 oder 3 zeigt. Bei einer 4 senkt Jackie nur auf 2, dann kommt Trust No One dazu.

Kommt Hanako zuerst, verliert man wenig, denn sie zieht ohnehin frühestens in Zug 3. Dann bringt man die ersten beiden Gigs mit Trust No One oder Peace Offering auf denselben Wert, damit sie ab Zug 3 sofort zieht.

Kommt Alt zuerst, ist das früh der schwächste Treffer. Ihr Rabatt lohnt erst ab zwei min Gigs, und für die zweite Kopie braucht sie Programme im Trash. Der erste min Gig kommt dann über Trust No One, und Alt zahlt einfach ihren Eddie.

Die Chancen steigen mit jedem Call. Eine bestimmte Legend liegt nach dem ersten Call mit 1/3 offen, nach dem zweiten mit 1/3 + 2/3 × 1/2 = 2/3, nach dem dritten sicher. Der Gratis-Call von Chrome Reverie ersetzt den Call des eigenen Zugs und spart 1 €$, einen zusätzlichen Call gibt es nur im Zug des Gegners.

Dieser Reaktions-Call ist das beste Werkzeug gegen den Zufall. Wer am Ende des eigenen Zugs 1 €$ offen lässt, darf callen, wenn der Gegner angreift, und weiß dann vor dem eigenen nächsten Zug mehr. Wer in Zug 1 callt und im Zug des Gegners reagiert, hat vor Zug 2 schon zwei Legends offen. Jackie liegt dann mit 2/3 offen, und ein Voodoo Boy in Zug 2 bekommt seinen Trigger. Für Hanako gilt dasselbe: Damit sie zu Beginn von Zug 3 zieht, muss sie bis dahin offen liegen. Mit je einem Call in Zug 1 und 2 ist das mit 2/3 der Fall, mit zusätzlichem Reaktions-Call sicher. Der Preis ist der offen gehaltene Eddie, und ob der Gegner überhaupt angreift, entscheidet er.

Der d4 kommt in Zug 1, egal wer beginnt. Ab Zug 2 steht dann die Kette aus Trust No One und Pyramid Song bereit, und die hängt an keiner Legend. Darum ist Trust No One in der Eröffnung so wertvoll: In zwei von drei Partien liegt Jackie nach dem ersten Call noch verdeckt, und dann ist er der einzige sichere Weg zum ersten min Gig.

Eine Vergleichsliste notiert einen ähnlichen Plan, im italienischen Original: „T1- o aggro con Jack o min gig assicurato (trust) + flip“. Gemeint ist in Zug 1 entweder aggressiv mit „Jack“, vermutlich Jacked-In Voodoo Boy, von dem die Liste drei spielt, oder ein sicherer min Gig per Trust No One plus Aufdecken, in Zug 2 dann entfernen und angreifen. Für den zweiten Spieler nennt sie zusätzlich die Option, langsamer zu spielen und als Reaktion aufzudecken, wenn der Gegner angreift und ein Eddie frei ist. Unser Jackie-Zweig klappt wegen des blinden Calls nur in einem Drittel der Partien schon in Zug 1, Trust No One und Reaktions-Call funktionieren unabhängig davon.

Das Startrecht wählt in Spiel 1 der Gewinner des Zufallsverfahrens, im Top Cut der höher Gesetzte, in Spiel 2 und 3 immer der Verlierer des vorigen Spiels. RareTotem rät den Gegnern von BBG, selbst zu beginnen: „One quick tip I can provide right now that will greatly improve your chances of winning against this deck is to opt to go first whenever you can. This deck has an overwhelmingly high win rate percentage when going first, and a big reason why is because this deck is reactive rather than proactive.“ Später heißt es noch einmal: „if you’re up against it, try and go first“. Eine Zahl zur Siegquote nennt das Video nicht. Unsere Rechnung zeigt nur, dass der Zweite mit 4 €$ schon in Zug 1 einen Pepe legen kann.

Zug 3 bis 5: Karten ziehen, Bedrohungen abräumen

Jetzt zahlt sich jeder min Gig mehrfach aus, und Hanako zieht zu Beginn jedes Zugs eine Karte pro eigenem Pair. Die Mitte gehört Lizzy, Maman und Les Élémens, und die Reihenfolge zählt mehr als die Menge: erst die Köder mit Pyramid Song oder Maman, dann Les Élémens auf die eigentliche Bedrohung. Pepe kommt am besten in Zug 4 oder 5, damit er im Zug danach mit Pair angreift und Alt und Jackie wieder bereit macht. Wer Take Control auf der Hand hat, lässt 2 €$ offen, sobald der Gegner einen Angreifer liegen hat, der Gigs stehlen kann.

Zug 6 und später: billige Nocturnes und das Spielende

Ab Zug 6 wird BBG billig und zieht viel. Nocturne kostet 1 €$, Alt holt Les Élémens aus dem Trash, Pepe gibt Eddies zurück, und Hanako zieht bei zwei Pairs zwei Karten pro Zug. Wild Things Games schreibt, BBG gewinne gegen ausgeglichene Decks fast immer das Topdeck-Duell im Late Game („almost always wins the late-game top-deck war“), weil zwei Legends Karten liefern.

Am Spielende liegt ein Vorteil beim zweiten Spieler. Normal gewinnt, wer zu Beginn seines Zugs 7 Gigs hat. In der Overtime gewinnt man sofort. Die Overtime beginnt am Ende von Zug 7 des zweiten Spielers, denn dann haben beide zwei Züge hintereinander mit leerer Fixer-Area begonnen, sofern kein Effekt Würfel zurücklegt.*14 Hat der Zweite zu diesem Zeitpunkt 7 Gigs, gewinnt er sofort, der Startspieler kommt nicht mehr dran. Hat dagegen der Startspieler am Ende seines siebten Zugs 7 Gigs, beginnt die Overtime noch nicht, und der Zweite darf in seinem Zug 7 zurückstehlen.

Wild Things Games nennt das die „Player 2 Overtime Trap“: „If a BBG player enters turn 7 near the Gig threshold, they can trigger an immediate win condition going into overtime“. Die Regeln stützen das für den zweiten Spieler.

Wer in die Overtime geht, zählt vorher die Karten im Deck. Hanako und die vielen Cantrips ziehen viel, Three Mouths, Lizzy und Alt legen Karten unter das Deck zurück, und ein leeres Deck kostet die Partie.


Drei Beispielzüge, bis auf den letzten Eddie nachgerechnet

Gerechnet wird mit Eddies aus dem Verkauf plus den drei Legends. Legend-Fähigkeiten wirken nur aufgedeckt, und auch der Startspieler zieht in seinem ersten Zug. In den Beispielen 2 und 3 liegen alle drei Legends offen, das setzt drei Calls in drei verschiedenen Zügen voraus.

Beispiel 1: Zweiter Spieler, Zug 1, mit blindem Call

Ausgangslage: Alle drei Legends liegen verdeckt und bereit, nur der Startspieler muss zwei spenden. Welche wo liegt, wissen wir nicht. Wir würfeln den d4 als ersten Gig ein, er zeigt eine 3. Auf der Hand liegen unter anderem Voodoo Boy und Trust No One. Wir verkaufen ein Programm und haben einen Eddie plus drei Legends, also 4 €$.

Zuerst kommt der Call, bezahlt mit dem Eddie, bleiben 3 €$. Erst jetzt wissen wir, welche Legend offen liegt, und erst jetzt legen wir uns fest.

Trifft der Call Jackie (1/3): Voodoo Boy für 2 €$, bezahlt mit den beiden verdeckten Legends, bleibt 1 €$. Jackie senkt den d4 von 3 auf 1, das gibt eine Karte. Jackie bleibt als letzter Eddie bereit, für Floor It oder einen Reaktions-Call im Zug des Gegners. Trust No One bleibt auf der Hand.

Trifft der Call Hanako oder Alt (zusammen 2/3): Voodoo Boy für 2 €$ ohne Trigger, danach Trust No One für den letzten Eddie auf den d4. Der geht von 3 auf 1, also eine Karte. 1 + 2 + 1 = 4 €$, geht genau auf.

In beiden Fällen steht am Ende dasselbe Board: Voodoo Boy, ab Zug 2 angriffsbereit, wenn wir ein Programm spielen, der d4 auf 1, Pyramid Song ab Zug 2 mit beiden Effekten, eine Karte mehr. Der Jackie-Treffer spart nur den Trust No One für später. Genau deshalb steht der Call am Anfang des Zugs.

Zeigt der d4 eine 4, ändert sich wenig. Mit Jackie senkt der Trigger auf 2, danach bringt Trust No One ihn auf 1. Ohne Jackie reicht Trust No One allein, 4 − 3 = 1. Beides kostet 4 €$.

Ohne Trust No One auf der Hand liegt der erste min Gig in Zug 1 mit 5/12 vor, rund 41,7 Prozent. Mit 1/4 zeigt der d4 schon eine 1. Mit 2/4 zeigt er 2 oder 3, dann muss der Call Jackie treffen (1/3), damit Voodoo Boy sie auslöst. Bei einer 4 schafft Jackie es allein nicht. 1/4 + 2/4 × 1/3 = 3/12 + 2/12 = 5/12. Das gilt nur für den Zweiten mit Voodoo Boy auf der Hand. Der Startspieler kann Call und Unit in Zug 1 nicht beide bezahlen, er hofft nur auf den Wurf auf 1, also 1/4. Seine Möglichkeiten mit 2 €$: Call plus Trust No One, oder Voodoo Boy ohne Call und damit ohne Trigger.

Beispiel 2: Zug 5, Köder und Bedrohung in einem Zug

Ausgangslage: 5 Eddies und 3 Legends, also 8 €$, alle Legends offen. Unsere Gigs: d4 auf 1, d6 auf 2, d8 auf 1, dazu zwei weitere. Pyramid Song liegt seit Zug 3 im Trash. Der Gegner hat einen Pepe mit 6 Power und daneben eine Unit mit 2 Power als Köder gegen Les Élémens.

Zuerst Lizzy Wizzy für 5 €$, bezahlt mit 4 Eddies und Hanako. Übrig sind ein Eddie, Jackie und Alt. Jackie senkt den d6 von 2 auf 1, eine Karte, jetzt liegen drei min Gigs. Lizzy spielt Pyramid Song gratis aus dem Trash, mit beiden Effekten auf den Köder: 2 − 4 = −2, zählt als 0, unter das Deck. Pyramid wandert danach unter unser eigenes Deck.

Jetzt erst spenden wir Alt, mit drei min Gigs kostet das nächste Programm 3 €$ weniger. Les Élémens kostet 5 − 3 = 2 €$, bezahlt mit dem Eddie und Jackie. Die kleinste Unit des Gegners ist jetzt Pepe, er geht unter das Deck.

Bilanz: 8 €$ verbraucht, 5 für Lizzy, Alts Spend und 2 für Les Élémens. Das Board des Gegners ist leer, Lizzy steht als Blocker, wir haben eine Karte mehr. Im nächsten Zug bilden zwei der drei min Gigs ein Pair, der dritte bleibt allein, Hanako zieht mindestens eine Karte.

Die Reihenfolge ist zwingend. Mit Alt vor Lizzy wäre der Rabatt an die Gratis-Pyramid verfallen und hätte ohnehin nur mit zwei min Gigs gerechnet. Mit Les Élémens vor Pyramid wäre der Köder weg gewesen und Pepe geblieben. Scheitern würde der Zug, wenn der d4 nicht auf 1 steht (dann nur −4, kein Bottom-deck), wenn der Köder 5 Power oder mehr hat, wenn Jackie schon ausgelöst hat oder wenn Pyramid weder im Trash noch auf der Hand liegt.

Beispiel 3: Zug 6, Pepe verdoppelt die Ressourcen

Ausgangslage: 6 Eddies und 3 Legends, also 9 €$. Pepe liegt seit Zug 5 und darf angreifen. Zwei unserer Gigs stehen auf 1, ein Pair. Die Fixer-Area ist nach dem Einwürfeln in dieser Start Phase leer. Les Élémens liegt im Trash. Der Gegner hat eine Unit mit 7 Power, über beiden Schwellen, und eine mit 3 Power.

Chrome Reverie für 3 €$, bezahlt mit Alt, Jackie und einem Eddie, auf die 7-Power-Unit. Den Gratis-Call gibt es, er bringt hier nichts, weil alle Legends offen liegen. Dann greift Pepe die Gigs des Gegners an. Weil ein Pair liegt, stehen Alt und Jackie sofort wieder bereit, auch wenn der Gegner blockt oder Take Control spielt.

Jetzt Alt: 1 €$ plus Spend, Les Élémens aus dem Trash für 5. Zusammen 6 €$, bezahlt mit Jackie und den 5 übrigen Eddies. Die Unit mit 3 Power ist die kleinste und geht unter das Deck, Les Élémens danach unter unseres. Zum Schluss Nocturne für 1 €$, weil die Fixer-Area leer ist, bezahlt mit Hanako: Draw 2.

Bilanz: Ausgegeben haben wir 3 + 6 + 1 = 10 €$ plus Alts Spend für die Recursion. Pepe hat Alt und Jackie wieder bereit gemacht. Jackie zahlt dadurch ein zweites Mal 1 €$, Alt zahlt keinen Eddie, ihr zweiter Einsatz ist das Spend. Aus 9 €$ werden so 10, dazu kommt der zweite Alt-Einsatz. Die 7-Power-Unit ist gesperrt, die 3-Power-Unit weg, ein Gig gestohlen, falls nicht geblockt, und wir haben zwei Karten mehr.

Scheitern würde das, wenn Pepe im Zug 5 des Gegners gesperrt oder entfernt worden wäre, wenn der Gegner das Pair vorher mit Peace Offering oder einem Hanako-Tausch zerlegt hätte oder wenn die Fixer-Area nicht leer wäre und Nocturne 3 kosten würde. Die 7-Power-Unit ist nur aufgeschoben. Im nächsten Zug bleiben gegen sie Les Élémens, falls sie dann die kleinste ist, Maman, falls sie keine Gear trägt, Memory Relapse oder Placide aus dem Sideboard.


Der Mulligan ist reine Rechenarbeit

Eigene Ableitung

Keine unserer Quellen nennt Mulligan-Kriterien für BBG. Alles in diesem Abschnitt ist aus Regeln und Liste hergeleitet, die Wahrscheinlichkeiten gelten für eine Starthand von 6 Karten aus 40.

Man hat genau einen Mulligan: Die ganze Hand geht zurück, es wird gemischt, man zieht 6 neue. Der Startspieler entscheidet zuerst, der Zweite sieht seine Entscheidung. Diese Zahlen stehen hinter unseren Kriterien:

  • Mindestens ein Trust No One (3 Kopien): 39,4 %
  • Mindestens ein Trust No One oder Peace Offering (6): 65,0 %
  • Mindestens ein Werkzeug für den ersten min Gig, also Trust No One, Voodoo Boy oder Peace Offering (9): 1 − C(31,6)/C(40,6) = 80,8 %
  • Mindestens eine Karte mit Kosten 1 (8): 76,4 %
  • Mindestens eine Blue Unit für Jackie (8): 76,4 %
  • Mindestens ein Voodoo Boy (3): 39,4 %, mindestens ein Pyramid Song (3): 39,4 %
  • Mindestens ein hartes Removal aus Maman, Pyramid, Les Élémens, Towerfall (11): 87,6 %
  • Mindestens ein Removal oder eine Sperre (19, ohne Floor It und Take Control): 98,6 %
  • Mindestens zwei Karten mit Kosten bis 3 (25): 97,9 %
  • Mindestens ein verkaufbares Programm (29): praktisch 100 %
  • Drei oder mehr Karten mit Kosten 5 oder 6 (10): 15,3 %
  • Drei oder mehr Units (11): 19,6 %

Behalten wird jede Hand mit drei Dingen: einem Werkzeug für den ersten min Gig in Zug 1 oder 2 (Trust No One, Voodoo Boy, Peace Offering), einer Antwort bis 5 €$ (Pyramid Song, Chrome Reverie, Nocturne, Les Élémens, Maman) und mindestens einem Programm, das man ohne Schmerz verkaufen kann. Über alle Kartenkombinationen gerechnet erfüllen 76,4 Prozent der Starthände alle drei Kriterien, wenn man jedes Programm als Verkaufsmaterial zählt.

Zurück geht eine Hand mit drei oder mehr Karten zu 5 oder 6 €$ und keiner Karte bis 2 €$. Drei teure Karten haben 15,3 Prozent der Hände, zusammen mit fehlendem Einstieg ist es noch seltener. Mit solchen Karten kann die Liste in den Zügen 1 bis 3 nichts anfangen. Ebenfalls zurück geht eine Hand mit drei oder mehr Units ohne Removal, denn die Units dieser Liste lassen sich nicht verkaufen und blockieren den Verkauf, sobald die Programme ausgehen.

Eine Hand ohne Trust No One, aber mit Voodoo Boy behalten wir, wenn der Rest passt. Als Zweiter liegt der erste min Gig in Zug 1 dann mit 5/12 vor, rund 41,7 Prozent (Rechnung in Beispiel 1), als Startspieler mit 1/4. Mit einem Reaktions-Call im Zug des Gegners liegt Jackie vor dem eigenen Zug 2 mit 2/3 offen, dann bekommt Voodoo Boy dort seinen Trigger. Der min Gig kommt eben einen Zug später, über Jackie oder einen nachgezogenen Trust No One.

Als Startspieler zählen die 1er. Mit 2 €$ in Zug 1 sind Trust No One und Peace Offering mehr wert als ein Voodoo Boy, denn Call plus Unit kosten 3 €$, die der Startspieler nicht hat, und Jackie trifft man ohnehin nur mit 1/3. Als Zweiter mit 4 €$ ist das Paket aus Call, Voodoo Boy und Trust No One die stabilste Eröffnung, weil es mit jeder Legend aufgeht, wie Beispiel 1 zeigt. Ein Trust No One ist darum mehr wert, als seine 39,4 Prozent vermuten lassen. Kann der Gegner in Zug 1 mit 4 €$ einen Pepe oder Ähnliches legen, gehört ein Les Élémens oder Pyramid Song auf die Hand, RareTotem nennt Les Élémens ausdrücklich als Antwort in Zug 2.

In Spiel 2 und 3 kennt man den Gegner. Gegen Red-Aggro zählen Blocker wie Lizzy und billige Sperren mehr, im Mirror Kusanagi und Kartenvorteil über Three Mouths. Gegen Gear verliert Maman an Wert, Les Élémens und Placide gewinnen.

Vier Beispielhände zum Üben. Trust No One, Voodoo Boy, Pyramid Song, Chrome Reverie, Les Élémens, Peace Offering: klar behalten, Einstieg, Antworten und Verkaufsmaterial. Floor It, Three Mouths, Maman, Towerfall, Nocturne, Memory Relapse: knapp behalten, obwohl das Werkzeug für den ersten min Gig fehlt, denn Three Mouths durchsucht für 2 €$ die oberen drei Karten nach Trust No One, Voodoo Boy oder Peace Offering, und zu verkaufen gibt es reichlich. Lizzy, Maman, Maman, Towerfall, Les Élémens, Pepe: Mulligan, kein Zug unter 4 €$ und vier Units. Pepe, Voodoo Boy, Les Élémens, Memory Relapse, Take Control, Chrome Reverie: behalten, alle drei Kriterien sind erfüllt, mit Voodoo Boy als Werkzeug und Les Élémens und Chrome Reverie als Antworten. Als Startspieler ist sie schwächer, mit 2 €$ reicht es in Zug 1 nur für Voodoo Boy ohne Call oder für Call und Verkauf. Als Zweiter liegt sogar Pepe schon in Zug 1.


Die Flex-Slots verraten die Handschrift der Liste

Wir haben die kursierende Liste mit acht unabhängigen öffentlichen BBG-Listen verglichen. „BBG Alt“ auf ExBurst ist dieselbe Liste und zählt nicht mit. Die Zählungen sind Daten, die Deutung in der rechten Spalte ist unsere.

Slot Kursierende Liste Vergleichslisten Deutung
Placide 0 Main / 2 Side Im Main bei 7 von 8 Die Mehrheit will Placide im Hauptdeck, die Liste hält die Kurve niedrig
Take Control 2 Nur 2 von 8 spielen es Handschrift der Liste, erster Cut-Kandidat
Memory Relapse 2 Fehlt in 4 von 8, zwei Listen spielen 3 Geteilte Meinung, Konkurrenz um Green-Slots mit Take Control
Lizzy Wizzy 2 3 in fünf Listen, 2 in einer (Wild Things Games), 1 in einer, 0 in einer Häufigste Aufstockung
Towerfall 2 3 in vier Listen Zweithäufigste Aufstockung, 9,99 Euro je Stück
Floor It 2 3 in zwei Listen, 0 in drei Cantrip-Slot
Maman Brigitte 3 2 in fünf Listen Wird zugunsten von Placide gekürzt
Pepe Najarro 3 2 in einer Liste, fehlt in 3 von 8 Hängt an Alt und Jackie als Mercs
Nocturne 3 Fehlt in 3 von 8 Fehlt vor allem in Judy-Listen
Neu in anderen Listen – Psycho Squad, NetWatch Netdriver, Valentino Street Racer, Rita Wheeler, Delamain, Evelyn Parker, MT0D12 Flathead, Tetratronic Rippler, Sandayu Oda Mehr Körper und Gear bringen mehr Druck und weniger Kontrolle

Am deutlichsten weicht die Liste bei Placide ab. Sieben von acht Vergleichslisten spielen ihn im Hauptdeck, in der Konsens-Auswertung von ExBurst steckt er in 47,2 Prozent der Hanako-Listen (356 Listen), 81,2 Prozent der Alt-Listen (357) und 75 Prozent der Jackie-Listen (196). Wild Things Games schreibt: „Most versions of BBG run at least 1 copy of Placide“. Die kursierende Liste schiebt ihn ohne Begründung ins Sideboard. Unsere Deutung: Placide kostet 8 €$ und ist frühestens in Zug 5 spielbar. Gebraucht wird er nur, wo Maman, Pyramid und Towerfall versagen, gegen Gear oder große Units. Sonst wäre er eine tote Karte auf der Hand, die man nicht einmal verkaufen kann.

Die zweite große Frage ist Alt oder Judy. RareTotem meint: „doesn’t really matter too much … I’m going Judy“, in den Notizen einer Vergleichsliste steht „interchangeable“. Bei den Buildern spielt Judy in 24,7 Prozent der Hanako-Listen mit, Alt in 36 Prozent. Ein reiner Austausch ist es nicht. Mit Judy fallen Alts Rabatt und ihr zweiter Einsatz über Pepe weg, und die Liste wird unit-lastiger, wie zwei der Judy-Varianten im Vergleich zeigen. RareTotem beschreibt Judy als Legend, die „tends to lean heavier into combat strats“. Weil Legends nicht ins Sideboard dürfen, gilt die Wahl für das ganze Turnier.

RareTotem stellt auch aggressivere Varianten mit Valentino Street Racer, MaxTac AV, NetWatch Netdriver und Psycho Squad vor. Netdriver gibt +2 Power, auf 10 Power und damit zwei gestohlene Gigs kommt so aber nur eine Unit mit 8 Power wie MaxTac AV. Psycho Squad (6) und Valentino Street Racer (3) schaffen das nicht. RareTotem erwähnt außerdem „several BBG decks with more than 40 cards … to help fuel these units“, in unserem Vergleich haben drei Listen 41, 42 und 43 Karten.


Vier Gegnertypen bekommen einen Sideboard-Plan

Das Sideboard hat genau sieben Karten, zwischen den Spielen bleiben zwei Minuten zum Tauschen, und die Legends bleiben fest. Die kursierende Liste kommt ohne Sideboard-Plan, die folgenden Pläne sind unsere Vorschläge mit Begründung.

Gegner Rein Raus
Red-Aggro 3 Riot Shield, 2 Placide 3 Pepe, 2 Memory Relapse
Yellow-Gear (River Ward) 2 Placide; gegen Royce zusätzlich 2 Riot Shield 2 Maman; gegen Royce zusätzlich 2 Voodoo Boy
Judy-Braindance 2 Placide, 2 Kusanagi 2 Floor It, 2 Voodoo Boy
Mirror 2 Kusanagi, 3 Riot Shield 2 Floor It, 2 Memory Relapse, 1 Voodoo Boy

Die drei Sideboard-Karten tauchen in allen Plänen auf, darum vorab kurz zu jeder.

Modded Kusanagi: „{Adrenaline} (This Unit can attack the turn it’s played.)“ „At the end of your turn, return this Unit to its owner’s hand.“

Blue Unit, 6 €$, Power 8, Vehicle. Kusanagi greift sofort an und ist im Zug des Gegners schon wieder auf der Hand. Weil fast alles BBG-Removal nur im eigenen Zug spielbar ist, findet ein gegnerisches BBG kaum ein Ziel, nur Blocker und Take Control helfen. Jedes neue Ausspielen löst Jackie aus. RareTotem hält Adrenaline für „incredibly useful against BBG“ und schreibt: „Some people like to experiment with using Modded Kusanagi“. Viele hätten aber mit Valentino Street Racer Erfolg gehabt: „many have had success with the Valentino Street Racer card“.

Die Schleife: Kusanagi für 6 €$, Jackie triggert, Kusanagi greift an, 8 Power stehlen einen Gig, am Zugende geht er zurück auf die Hand. Im Zug des Gegners gibt es kein Ziel für Les Élémens, Pyramid, Maman oder Towerfall. Im nächsten Zug wieder spielen, wieder Jackie. Sie reißt, wenn der Gegner blockt (Lizzy, Rita Wheeler, Riot Shield), denn dann gewinnt Kusanagi zwar den Kampf, stiehlt aber nichts. Take Control stoppt ihn und zieht sogar eine Karte, weil er ein Vehicle ist. Und 6 €$ jeden Zug sind viel Geld.

Placide: Voodoo Sentinel: „{Play} {Attack} You may discard 1 Program. If you do, bottom-deck a rival Unit.“

Placide: Voodoo Sentinel, Karte aus dem Cyberpunk TCG
Placide: Voodoo Sentinel (Kartenbild: CD PROJEKT RED / WeirdCo)

Blue Unit, 8 €$, Power 10. Placide räumt ab, ohne nach Gear oder Power zu fragen, beim Ausspielen und bei jedem Angriff wieder. Jede Auslösung kostet aber ein abgeworfenes Programm. Mit 10 Power stiehlt er zwei Gigs und übersteht Pyramid (10 − 4 = 6) und Towerfall (10 − 5 = 5). Gegen Gear ist er das wichtigste Werkzeug. Wild Things Games beschreibt den Plan mancher BBG-Spieler gegen Aggro: frühe Gigs abgeben und die Partie ins Late Game ziehen, „stall them to the late-game where Placide deletes their board“.

Riot Shield: „(Equip to a friendly Unit or face-up Legend.)“ „{Blocker} …“ „Rivals must pay +2 €$ to use {Go Solo}.“

Green Gear, 2 €$, Power 1. Riot Shield erledigt drei Aufgaben. Es macht eine Unit zum Blocker gegen Aggro. Es verteuert gegnerisches Go Solo: Adam Smasher: Ender of Legends von 9 auf 11 €$, Royce: Psycho on the Edge von 6 auf 8, V: Streetkid von 5 auf 7. Und im Mirror kann die gegnerische Maman eine Unit mit Gear nicht treffen. Jackie löst es nicht aus, es ist grün. Wird die Trägerin unter das Deck geschickt, geht die Gear mit. Die Power 1 kommt zur Trägerin dazu: Voodoo Boy und Lizzy haben dann 3, Maman 4, alle bleiben in der Reichweite einer gegnerischen Pyramid. An einer Legend nützt der Blocker nichts, denn eine Legend blockt nur auf dem Feld.*15 Auf Lizzy ist es doppelt gemoppelt, sie hat Blocker schon.

Gegen Red-Aggro

Die Züge 1 bis 4 überleben, dann kippt das Matchup. Wild Things Games stuft es als „Moderate“ ein: „Aggro decks attempt to outpace BBG before its RAM stabilizes … if BBG survives turns 1–4 and bounces all of RRY’s big threats, the match swings drastically in BBG’s favor. The best card for putting pressure on a BBG player is Yorinobu Arasaka.“ Das „bounces“ ist ungenau, mehr dazu in „So kriegt man BBG klein“. RareTotem nennt RRY mit Yorinobu und Bonnie and Clyde als schwierigen Gegner.

Maman trifft hier oft, aber nicht immer. Adam Smasher: Ender of Legends steht bei den Buildern in 326 Decks (Stand 10. Oktober). In der Konsens-Auswertung (231 Listen) stecken Mantis Blades zu 75,3 Prozent, Satori: Sword of Saburo zu 71 Prozent, Meredith Stout zu 65,4 Prozent, Industrial Assembly zu 55,4 Prozent und Yorinobu: Steel Dragon zu 47,2 Prozent. Die Decks bestehen im Schnitt zu 39 Prozent aus Units, 21 Prozent aus Gear und 40 Prozent aus Programmen. Weil Mantis Blades und Satori in rund drei von vier Listen stecken, tragen viele Units Gear, aber nicht alle.

Adam Smasher ist die gefährlichste Karte, weil er im selben Zug angreift. Er ist eine Legend mit Go Solo für 9 €$ und Power 9. Der Kartentext: „{Go Solo} … It can attack this turn. If it leaves the field, remove it from the game.“ und „{Play} Defeat a rival Unit.“ Er kommt bereit aufs Feld, besiegt eine unserer Units und greift sofort an. Das geht auch im Zug, in dem er aufgedeckt wurde, auch wenn er schon gespent ist, und er darf sich selbst als Eddie für seinen Go Solo einsetzen. Nur das Aufdecken allein löst seinen {Play} nicht aus.*16

Gegen seinen ersten Angriff helfen nur Take Control und Blocker. Chrome Reverie, Nocturne und Memory Relapse kommen zu spät, sie sind nur im eigenen Zug spielbar. Take Control drückt seine 9 Power von einem gestohlenen Gig auf null. Ein Blocker wie Lizzy hält ihn auf, wird dabei aber besiegt. Floor It bringt nichts, auch 8 Power stehlen einen Gig.

Danach liegt Smasher über beiden Schwellen (9 − 4 = 5, 9 − 5 = 4). Pyramid und Towerfall greifen nicht, Les Élémens nur, wenn er die kleinste Unit ist, Maman nur ohne Gear, Placide immer. Jedes Bottom-deck nimmt ihn ganz aus dem Spiel. Riot Shield verteuert seinen Go Solo auf 11 €$.

Mantis Blades und Satori verschieben die Schwellen um je 2 Power. Mantis Blades kostet 1 €$, Satori 2 €$ und zieht bei einem gewonnenen Kampf gegen eine Unit, beide haben Power 2 und schützen ihre Trägerin vor Maman. Eine Unit mit 3 Power und Mantis Blades hat 5, Pyramid reicht nur noch mit Floor It. Mit Mantis und Satori sind es 7, dann ist auch Towerfall raus. Der Trost: Ein Bottom-deck nimmt die Gear mit, aus einem Removal wird ein 2-für-1 oder 3-für-1.

Solange Meredith Stout liegt, fasst man keine gegnerischen Gigs an. Meredith ist eine Unit für 4 €$ mit Power 5, {Blocker} und +2 gegen Legends. Ihr Zusatztext: „When a Rival adjusts or swaps 1 or more friendly Gigs, you may add a card from your trash to your hand.“ Jedes Trust No One, Peace Offering oder jeder Hanako-Tausch auf gegnerische Gigs schenkt dem Gegner eine Karte aus dem Trash, mehrere gleichzeitig nur eine. Mit 5 Power erreicht Pyramid sie nur mit Floor It (5 − 1 − 4 = 0), Towerfall mit beiden Effekten schafft sie genau (5 − 5 = 0). Mit Mantis Blades hat sie 7, dann reicht auch Floor It plus Towerfall nicht mehr (7 − 1 − 5 = 1), und es bleiben Les Élémens, falls sie die kleinste ist, Placide und die Sperren. Als Blocker stoppt sie Voodoo Boy. Pepe gewinnt mit 6 gegen ihre 5 den Kampf, stiehlt aber nichts.

Industrial Assembly kann unseren d4 hochsetzen. Das Programm kostet 1 €$: „Increase a Gig by up to 4. If you control a Gig with 8+ value, draw 1.“ Auch hier heißt es „a Gig“. Der Gegner hebt damit unseren d4 von 1 auf bis zu 4, dann bekommt Pyramid nur einen Effekt, oder er zerlegt ein Pair, was Hanako und Pepe trifft. Umgekehrt treibt die Karte seine eigene Street Cred hoch, und Towerfall bekommt eher beide Effekte.

Royce: Don’t Call Me Simon trifft unsere kleinen Units immer. Er kostet 5 €$, hat Power 4 und den Text „{Play} Defeat a rival Unit with power 2 or less. If you have more ☆ than a Rival, … power 3 or less instead.“ Voodoo Boy und Lizzy mit 2 Power sind immer fällig. Maman mit 3 trifft er, sobald der Gegner mehr Street Cred hat, und das sorgt unser min-Gig-Plan fast von selbst. Royce selbst liegt mit 4 Power in Reichweite von Pyramid.

Yorinobu Arasaka: Steel Dragon bringt eine zweite Unit gratis mit. Er kostet 7 €$, hat Power 9, und sein {Play} holt gratis eine Unit bis Kosten 4 aus Hand oder Trash ins Spiel, die Units des Gegners angreifen kann, mit {Adrenaline} sogar die Gigs. Er selbst liegt über beiden Schwellen, Les Élémens trifft ihn nur als kleinste Unit, und die Gratis-Unit ist kleiner. Antworten sind Maman, falls er keine Gear trägt, Placide und die Sperren. Mit 9 Power stiehlt er einen Gig, Take Control setzt das auf null. Anders als Smasher kommt er mit Lag, wir haben also einen eigenen Zug für Sperre oder Removal. Die Legend Yorinobu Arasaka: Embracing Destruction („The first time a friendly ARASAKA Unit attacks each turn, draw 1. Then, if you have less than 20 ☆ (Street Cred), discard 1.“) hat keinen direkten Bezug zu unserem Removal. Mit der „nine-power“-Unit aus RareTotems Video ist vermutlich die Steel-Dragon-Unit gemeint (Power 9).

Bonnie and Clyde kostet 3 €$: „Defeat a rival Unit with power 4 or less. You may defeat 2 instead if a Rival controls at least 2 Gigs more than you.“ Zwei Units trifft die Karte also nur, wenn BBG mindestens zwei Gigs mehr hat als der Bonnie-Spieler. Voodoo Boy, Lizzy und Maman liegen alle in der Power-Grenze, nur Pepe nicht. Wer als BBG früh Gigs stiehlt und den Gegner klein hält, macht die Doppelvariante erst möglich, genau wie beim Adrenaline Converter weiter unten. Wild Things Games schreibt, manche BBG-Spieler würden im Aggro-Matchup „concede the early game gig-steals“. Wer so spielt, verhindert sie.

Der Sideboard-Plan: drei Riot Shield rein, als Blocker auf Voodoo Boy oder Maman und als Go-Solo-Steuer gegen Smasher und Royce: Psycho on the Edge. Zwei Placide rein, weil sie Mantis und Satori ignorieren. Drei Pepe raus, er ist langsam, grün und löst Jackie nicht aus. Royce und Bonnie erreichen ihn zwar nicht, Smashers {Play} trifft aber jede Unit. Zwei Memory Relapse raus, gegen Smasher kommen sie zu spät, gegen Yorinobu leistet Chrome Reverie für 3 €$ dasselbe. Take Control bleibt drin, weil es neben Blockern eine der wenigen Antworten auf Smasher im selben Zug ist.

Am Tisch heißt das: Sobald Smasher 9 €$ erreichen kann, mit Riot Shield 11, hält man 2 €$ für Take Control offen. Gegnerische Gigs bleiben unangetastet, solange Meredith liegt. Towerfall kommt, wenn die Street Cred passt, danach Placide.

Gegen Yellow-Gear um River Ward

Dieses Matchup entscheidet sich an Faceplate und Gear. Alles Folgende leiten wir aus Kartentexten und Regeln ab. River Ward steht bei den Buildern in 585 Decks (13. Oktober). In der Konsens-Auswertung (535 Listen) steckt Zetatech Faceplate in 86 Prozent, Adrenaline Converter in 57,6, Gorilla Arms in 55,5, Augmented Negotiators in 52,7, Mandibular Upgrade in 51,8, Viktor Vektor: You Might Feel a Little Pinch in 45, Mantis Blades in 37 und Kiroshi Optics in 36,3 Prozent. Die häufigsten Partner sind Dum Dum (34,8 Prozent), Royce (26), Viktor (18,1) und Panam (15,1). Die Decks bestehen zu 44 Prozent aus Units, 38 Prozent aus Gear und 18 Prozent aus Programmen. In der Mythras-Zählung über 716 Decks vom 16. September steckt River Ward in 27,8 Prozent. All das zeigt, was gebaut wird, nicht was gewinnt.

Unser Removal kann River Ward nicht kontern, unsere Angriffe schon. Ihr erster Text: „{Quick} {Spend} Play a Gear with cost 2 or less from your hand for free.“ Sie nutzt ihn als Reaktion auf einen Angriff, aber nicht gegen unsere Programme oder {Play}-Effekte in unserem Zug. Gegen Maman, Les Élémens, Pyramid und Towerfall kann sie also nicht nachträglich ausrüsten, Mamans „unequipped“ gilt beim Abhandeln. Greifen wir dagegen mit Voodoo Boy, Pepe, Kusanagi oder Placide an, legt sie gratis Mandibular Upgrade (Kosten 1, {Blocker}) an und hat sofort einen Blocker. Das schwächt den Kusanagi-Plan erheblich.

Ihr zweiter Text: „When a friendly equipped Unit is defeated, search the top 2 cards of your deck and trash 1.“ Bottom-deck zählt nicht als Besiegen, unser Removal löst den Trigger also nicht aus. Nur unsere Kämpfe tun das, etwa Pepe gegen eine gespente Unit oder Lizzy als Blocker.

Dum Dum: Maelstrom Triggerman kippt Kämpfe, nicht unser Removal. Beim Call zieht er („{Call} You may defeat a friendly Gear. If you do, draw 2. Otherwise, draw 1.“), im Kampf pumpt er („{Quick} 1 €$, {Spend} Give a friendly Unit +1 power this turn for each of its equipped Gear.“). Gegen Lizzy-Blocks und Pepe-Kämpfe kann das die Rechnung drehen, unsere Programme in der eigenen Main Phase erreicht er nicht. Viktor Vektor: Sit Down and Relax sucht beim Call in den obersten fünf Karten bis zu zwei Gear bis Kosten 2, Kartenvorteil ohne Bezug zu unserem Removal.

Royce: Psycho on the Edge ist in unserem Zug kleiner, als er aussieht. Er ist Partner in 26 Prozent der River-Ward-Decks, hat Go Solo für 6, Power 6 und „During your turn, this Legend has +2 power for each of its equipped Gear.“ Der Bonus gilt nur in seinem Zug. In unserem Zug hat er 6 Power plus die Power seiner Gear. Pyramid (6 − 4 = 2) und Towerfall (6 − 5 = 1) reichen nicht. Ohne Gear oder nur mit Mandibular Upgrade (Power 0) bringen Floor It und Towerfall ihn auf 0, schon mit Kiroshi Optics (+1) nicht mehr (7 − 1 − 5 = 1). Ein Bottom-deck nimmt ihn aus dem Spiel, und Riot Shield hebt seinen Go Solo auf 8.

Zetatech Faceplate ist die gefährlichste Karte für BBGs Motor. Sie ist Gear für 2 €$ mit Power 2: „When this Unit or Legend is spent, adjust a Gig by up to 1. Then, if you control 3 or more Gigs with different values, draw 1.“ „A Gig“ schließt unsere Gigs ein. Bei jedem Angriff oder Block der Trägerin kann der Gegner unseren d4 von 1 auf 2 stellen, beim Angriff noch bevor wir reagieren können, dann bekommt Pyramid nur einen Effekt. Oder er zerlegt ein Pair, was Hanako, Pepe, Three Mouths und Alts Rabatt trifft. Memory Relapse auf eine Faceplate-Trägerin ist ein Fehler, denn das Spenden löst die Faceplate für den Gegner aus. Dagegen helfen Trust No One und Jackie, die den d4 zurücksetzen, und jedes Bottom-deck der Trägerin, das die Faceplate mitnimmt.

Eine Faceplate an einer Legend erreichen wir gar nicht. Alle Gear-Karten dürfen an eine aufgedeckte Legend, und unser Removal zielt nur auf Units. An einer Legend löst die Faceplate jedes Mal aus, wenn der Gegner mit dieser Legend bezahlt, nach dem Ausspielen der bezahlten Karte.*17 Das bedeutet einen Gig-Adjust in jedem Zug, ohne Angriff und mit einer Trägerin, die wir nicht entfernen können.

Adrenaline Converter bestraft zu viel Gig-Denial. Die Gear für 2 €$ mit Power 3 gibt Adrenaline, „If a Rival controls at least 2 more Gigs than you“. Halten wir die gegnerischen Gigs klein, greift die Unit im Ausspielzug an, bevor unser Removal sie erreicht. Dann helfen nur Take Control und Blocker.

Take Control legt Gorilla Arms bei Angreifern unter 10 Power komplett still. Die Gear für 4 €$ mit Power 3: „The first time this Unit steals 1 or more Gigs each turn, steal a rival Gig with a value not shared by a friendly Gig.“ Stiehlt die Unit wegen Take Control null Gigs, löst Gorilla Arms gar nicht erst aus. Kiroshi Optics (1 €$, Power 1) und Mantis Blades (1 €$, Power 2) bringen Power und schützen vor Maman. Mandibular Upgrade (1 €$, Power 0, {Blocker}) ändert die Power nicht, schützt aber genauso vor Maman.

Cyberpsychosis kann auch unsere Angreifer treffen. Das {Quick}-Programm gibt einer Unit mit Gear +3 Power pro Gear, und stiehlt oder kämpft sie, wird sie am Zugende besiegt. Als Reaktion auf unseren Angriff lässt es unsere Angreifer Kämpfe verlieren. Der Gegner darf aber auch unsere angreifende Unit wählen, wenn sie Gear trägt, etwa Riot Shield: Sie bekommt den Bonus für den Kampf und ist am Zugende weg.*18 In seinem eigenen Zug pumpt er damit Angreifer, ab 10 Power stehlen sie zwei Gigs. Stirbt seine Unit dadurch, sucht River Ward.

Augmented Negotiators ist der ideale Köder. Die Unit kostet 3 €$, hat Power 2, {Blocker} und „When this Unit uses {Blocker}, a Rival discards 1.“ Pyramid erreicht sie, aber vor Les Élémens schützt sie die Bedrohung daneben. Jeder Block kostet uns eine Handkarte, die Maman oder Placide dann als Abwurf fehlt.

Unser Bottom-deck hungert Viktor aus. Viktor Vektor: You Might Feel a Little Pinch (3 €$, Power 3) spielt beim Ausspielen gratis Cyberware-Gear bis Kosten 2 aus dem Trash. Bottom-deck schickt Gear unter das Deck statt in den Trash, Besiegen dagegen füllt ihn, also Kämpfe, Dum Dums Call und Cyberpsychosis. Viktor Vektor: Drop Your Illusions (5 €$, Power 5, erste Cyberware-Gear pro Zug −3 €$) liegt ohne Gear genau auf der Kante: Pyramid nur mit Floor It, Towerfall mit beiden Effekten genau (5 − 5 = 0). Mit jeder Gear außer Mandibular liegt er darüber, mit Floor It plus Towerfall ist er bis 6 Gesamt-Power erreichbar.

Adam Smasher: Metal Over Meat räumt das Feld und wird dann selbst leichte Beute. Die Yellow-Unit kostet 9 €$, hat Power 15 und „{Play} Defeat all other Units.“ Auf ExBurst steht sie unter den Optionen in 24,1 Prozent der Konsens-Auswertung zu River Ward (535 Listen), eine der beliebtesten River-Ward-Listen heißt sogar „Metal Over Meat“. 15 Power stehlen zwei Gigs, Pyramid und Towerfall sind chancenlos. Danach ist er aber meist die einzige und damit kleinste Unit, Les Élémens trifft ihn sicher. Dazu kommen Maman, falls er keine Gear trägt, und Placide.

Je mehr Gear an einer Unit hängt, desto mehr verschiebt sich das Removal auf Les Élémens und Placide. Gear-Power zählt voll mit, unsere Abzüge treffen nur die Unit. Negotiators (2) mit Faceplate (2) hat 4, Pyramid reicht. Mit Gorilla Arms (3) dazu sind es 7, dann reicht auch Floor It plus Towerfall nicht mehr (7 − 1 − 5 = 1). Negotiators mit Gorilla Arms ohne Faceplate kommt auf 5, Pyramid nur mit Floor It, Towerfall ja. Viktor Pinch (3) mit Faceplate und Converter kommt auf 8, dann bleiben nur Les Élémens, Placide und die Sperren. Dafür wird das 2-für-1 beim Bottom-deck umso größer.

Der Sideboard-Plan: zwei Placide rein, sie ignorieren Gear und Power und besiegen nicht, River Wards Trigger bleibt aus. Zwei Maman raus, die dritte bleibt für Negotiators und Viktors ohne Gear. Hat der Gegner in Spiel 1 Royce als Partner gezeigt, kommen zwei Riot Shield rein, dann kostet ihn Go Solo 8, und zwei Voodoo Boy gehen raus, weil sie gegen Negotiators und Mandibular-Blocker anlaufen und im Kampf sterben. Take Control bleibt, gegen Gorilla Arms und Adrenaline Converter. Kusanagi kommt ausdrücklich nicht rein, River Ward macht im React Step gratis einen Blocker.

Am Tisch heißt das: Removal zuerst auf die Unit mit Faceplate oder der meisten Gear, das bringt das 2-für-1 und schützt den d4. Nicht angreifen, solange River Ward bereit ist und Mandibular auf der Hand haben könnte. Gegnerische Gigs klein halten, aber nicht zwei unter unsere Zahl drücken, sonst springt der Adrenaline Converter an. Und mindestens ein Trust No One aufheben, um den d4 nach einer Faceplate zurückzustellen.

Gegen Judy-Braindance

Judy-Decks setzen auf große Units, gegen die Maman und Les Élémens die Arbeit machen. Judy taucht nur als BBG-Variante auf, in drei der acht Vergleichslisten, darunter die Beispielliste von Wild Things Games. Judy: Braindance Maestro steht in 23,5 Prozent von 716 Decks (Zählung vom 16. September), mit welchen Partnern, wissen wir nicht.

Die bekannten Judy-Listen sehen so aus. Eine spielt drei Sandayu Oda (8 Power), drei Psycho Squad (6), zwei MT0D12 Flathead (7), drei Tetratronic Rippler, zwei Placide und drei Towerfall, dafür weder Nocturne noch Pepe, Lizzy, Floor It oder Take Control. Eine andere setzt auf drei Evelyn Parker und drei Delamain mit jeweils 0 Power, zwei Flathead, zwei Rippler, zwei NetWatch Netdriver und zwei Maman. Die Beispielliste von Wild Things Games hat zwei Corpo Security, zwei Misty mit 0 Power, zwei Rita Wheeler, zwei Rippler, zwei Riot Shield und zwei Maman.

Judys Legend-Bonus wirkt auch in unserem Zug, aber nicht gegen unser Removal. Der Text: „When you play a BRAINDANCE Program, give a friendly Unit +1 power this turn.“ und „{Spend} Trash the top card of your deck. If it’s a Program, you may add it to your hand.“ Der Bonus kommt auch bei Braindance-Programmen aus dem Trash und bei {Quick}-Braindance-Programmen im Zug des Gegners, er kann also unsere Kämpfe kippen.*19 Unsere Programme in der Main Phase erreicht er nicht. Ihr Spend füllt den Trash.

Judy Álvarez: Nothing to Doubt sperrt man am besten mit Memory Relapse. Die Unit kostet 6 €$, hat Power 6 und „1 €$, {Spend} Reveal the top card of your deck. You may play it for free. Otherwise, add it to your hand.“ Jede Nutzung ist mindestens eine Karte mehr. Sie liegt über beiden Schwellen (6 − 4 = 2, 6 − 5 = 1), Floor It plus Towerfall bringt sie auf 0, ohne Gear trifft sie Maman. Memory Relapse spendet sie und blockiert damit ihren Spend bis zu unserem nächsten Zug, Chrome Reverie und Nocturne verhindern nur Angriffe. In ihrem Ausspielzug kann sie den Spend noch nicht nutzen, wir haben also einen Zug zum Antworten.

Delamain: Rideshare AI ist ein reiner Köder. Sie kostet 3 €$, hat Power 0 und zieht 2, stiehlt aber nie. Der zweite Effekt von Pyramid oder Towerfall nimmt sie ohne Bedingung mit. Delamain Cab (4 €$, Power 4, macht einen Eddie bereit, wenn sie gestohlen hat) liegt in Reichweite von Pyramid (4 − 4 = 0) und Towerfall. Take Control verhindert das Stehlen und damit den Eddie, und weil die Cab ein Vehicle ist, gibt es eine Karte dazu.

Gegen die großen Units bleiben Les Élémens, Maman, Placide und die Sperren. Sandayu Oda (8 Power, „{Play} Spend a rival Unit for each friendly value-pair of Gigs“) darf im Ausspielzug gespente Units angreifen. Les Élémens trifft ihn nur als kleinste Unit. Psycho Squad (6, ohne Kartentext) behandelt man wie Nothing to Doubt, nur ohne Spend. Gegen MT0D12 Flathead (7, unblockbar, wenn sein Besitzer weniger Street Cred hat) hilft unser min-Gig-Plan, weil er unsere Summe senkt. Tetratronic Rippler (+1) und NetWatch Netdriver (+2) schützen ihre Trägerin vor Maman und heben die Power. Evelyn mit 0 Power plus Netdriver hat 2, dann reicht der zweite Towerfall-Effekt allein nicht mehr, Pyramid aber schon.

V: Streetkid könnte in Judy-Decks laufen, belegt ist das nicht. Die rote Legend („{Call} Trash 3. Then, add 1 BRAINDANCE Program from your trash to your hand.“, Go Solo 5, Power 6) passt thematisch. Sie greift per Go Solo im selben Zug an, dagegen helfen Take Control und Blocker. Riot Shield macht 7 €$ daraus, und ein Bottom-deck nimmt sie aus dem Spiel.

Erst die Köder, dann die großen Units. Die Judy-Varianten spielen Units mit 6 bis 8 Power, die über Pyramid und Towerfall liegen, die 6er allerdings nur ohne Floor It. Die 0-Power-Units sind Köder gegen Les Élémens, also räumt man sie zuerst mit dem zweiten Effekt von Pyramid oder Towerfall ab und schickt dann Les Élémens auf die große Unit, wie in Beispiel 2. Maman bleibt wertvoll, weil die großen Judy-Units in den bekannten Listen meist keine Gear tragen. Peace Offering kann gegnerische Pairs zerlegen, dann spendet Sandayu weniger Units. Und Take Control zieht gegen Flathead (Drone), Delamain: Rideshare AI (AI) und Delamain Cab (Vehicle).

Der Sideboard-Plan: zwei Placide rein, gegen große Units und Rippler-Träger. Zwei Kusanagi rein, weil zwei der drei Judy-Vergleichslisten, die ripperdeck-Liste und die Beispielliste von Wild Things Games, weder Floor It noch Take Control spielen und auf seinen Angriff kaum reagieren können. Die dritte hat zwei Floor It, aber kein Take Control, gegen sie ist Kusanagi weniger sicher. Blocker wie Rita Wheeler oder Corpo Security bleiben ein Risiko. Zwei Floor It raus, weil ein Punkt gegen 6 bis 8 Power selten reicht. Zwei Voodoo Boy raus, sie sterben gegen jedes Removal, ohne Gigs zu halten. Jackie-Auslöser bleiben genug: Lizzy, Maman, Kusanagi, Placide. Maman und Memory Relapse bleiben drin.

Im Mirror

Im Mirror geht es um den d4 und um die Pairs. RareTotem spricht vom „dreaded and very common mirror match“ und meint: „These can go either way“. Adrenaline sei „incredibly useful against BBG“. Wild Things Games beschreibt ein verwandtes Matchup, Control-RRY gegen BBG, als „Skill Matchup“, entschieden davon, „who manages their hand size, unit count, gigs“.

Beide Seiten haben nur zwei Karten für den gegnerischen Zug, Floor It und Take Control, und auf ein gegnerisches {Quick} darf man nicht mit einem eigenen antworten.*20 Kusanagi greift an und ist im Zug des Gegners wieder auf der Hand, für die andere Seite also kaum zu erwischen. Riot Shield schützt vor der gegnerischen Maman, hebt die Power aber nur um 1, gegen Pyramid bleiben Voodoo Boy und Lizzy verwundbar. Towerfall bekommt selten beide Effekte, weil beide ihre Street Cred drücken, und Hanakos Tausch wird zum Werkzeug, die Summen zu verschieben.

Der gegnerische d4 ist das wichtigste Ziel. Trust No One kann ihn nur senken, nicht anheben. Peace Offering setzt ihn auf den Wert eines anderen Gigs, etwa auf 3, dann bekommt die gegnerische Pyramid nur einen Effekt, und nebenbei zerlegt man ein Pair. Noch direkter ist der Hanako-Tausch: einen eigenen hohen Gig gegen den gegnerischen d4 auf 1 tauschen, und der Gegner verliert d4 und Pair auf einen Schlag. Beide Trashs sind öffentlich, jeder sieht, was Alt und Lizzy der anderen Seite zurückholen können.

Der Sideboard-Plan: zwei Kusanagi und drei Riot Shield rein, zwei Floor It, zwei Memory Relapse und ein Voodoo Boy raus. Zwei Voodoo Boy bleiben als Köder gegen das gegnerische Les Élémens. Kartenvorteil über Hanako und Three Mouths geht vor frühem Druck, gegnerische Pairs werden gestört, und Kusanagi holt Gigs, die der Gegner nicht zurücknehmen kann.

Midrange und Fixer

Gegen Midrange braucht es keinen eigenen Plan, gegen Fixer schützt man seine Pairs. Wild Things Games sieht BBG gegen Midrange im Vorteil („Favorable“): „Because BBG commits 2 legends to card draw, it almost always wins the late-game top-deck war“. RareTotem nennt Dexter DeShawn „and the other fixers“ wegen ihrer „guaranteed gig manipulation“ als Bremse für Hanako und stuft El Capitán als B-Tier ein, als gute Option für Yellow gegen Hanako- und Blue-Decks. Wer gegen Fixer-Legends spielt, hebt Trust No One für den d4 auf.


Diese Fehler kosten BBG-Partien

Die meisten Fehler mit BBG sind Reihenfolge-Fehler innerhalb eines Zugs. Die folgenden Fehlerbilder leiten wir aus Kartentexten und Regeln ab.

Timing-Fehler mit den Legends

Erst Alt spenden und dann Lizzy spielen kostet den Rabatt. Lizzys Gratis-Programm ist das nächste Programm des Zugs und frisst ihn. Alt kommt immer unmittelbar vor das Programm, das billiger werden soll. Genauso verschenkt ist der Rabatt mit nur einem min Gig: Er bringt netto nichts, und Alt ist für den Rest des Zugs gespent.

Jackies Trigger gibt es nur einmal pro Zug. Wer ihn an einen Voodoo Boy vergibt und danach noch Lizzy oder Maman spielt, um einen wichtigeren Gig zu senken, geht leer aus. Und Chrome Reverie nach einem regulären Call verschenkt den Gratis-Call.

Pepe ohne Pair anzugreifen bringt kein Ready. Vor dem Angriff also prüfen, ob das Pair noch steht, gerade gegen Peace Offering, Hanako, Industrial Assembly oder Faceplate.

Fehler beim Removal

Der Klassiker: Les Élémens spielen, solange ein Köder kleiner ist als die Bedrohung. Erst den Köder mit Pyramid oder Maman räumen. Und Maman ohne zwei Programme auf der Hand ist nur ein 3-Power-Körper für 5 €$.

Vor Towerfall die Street Cred nachrechnen. Es zählt die Summe der Werte, nicht die Zahl der Gigs, und ein Gegner ohne Gigs zählt als kleiner als 0.

Memory Relapse auf eine Unit mit Zetatech Faceplate löst die Faceplate für den Gegner aus. Er stellt unseren d4 von 1 weg, und die nächste Pyramid bekommt nur einen Effekt. Gegnerische Gigs mit Trust No One, Peace Offering oder dem Hanako-Tausch anzufassen, während Meredith Stout liegt, schenkt dem Gegner eine Karte aus seinem Trash.

Fehler bei Ressourcen und Würfeln

Wer den d4 spät einwürfelt, spielt Pyramid bis Zug 3 oder länger nur mit einem Effekt. Wer am Zugende keine €$ offen lässt, kann Take Control und Floor It im Zug des Gegners nicht spielen. Und wer Nocturne zu früh als 1-Eddie-Karte einplant, steht ohne Geld da: Vor dem sechsten Einwürfeln kostet sie volle 3, erst danach 1.

Den eigenen Trash zu ignorieren ist ein stiller Fehler, dort liegt die Munition für Lizzy und Alt. Wer abwirft, etwa für Maman, wirft mit Plan ab. Und wer in die Overtime geht, ohne die eigenen Deckkarten gezählt zu haben, riskiert ein leeres Deck.

Der letzte Fehler passiert schon vor dem Turnier: einen Spindown-d20 mitzubringen. Die Turnierregeln verbieten ihn.


So kriegt man BBG klein

Wer gegen BBG spielt, muss früh Druck machen und die Bedingungen des Removals brechen. Wild Things Games hat die ausführlichsten Tipps: „Force Actions Early“, „Bait Counter-Programs“ und „Watch the Turn Count … Allowing a BBG player to comfortably cruise into turn 7 with 6–7 Gigs setup is a recipe for a swift loss“. Dazu kommen „play low power units to shield“ und die Warnung, „playing units under 5 power is a disadvantage“. RareTotem nennt Adrenaline-Units, Yorinobu und Bonnie and Clyde, gegen Hanako lautet der Rat: „keep them from getting gig pairs“.

Aus den Kartentexten ergeben sich weitere Hebel. Den d4 stehlen oder wegtauschen, dann bekommt Pyramid nur einen Effekt. Pairs zerlegen, jedes verhinderte Pair kostet BBG eine Karte pro Zug. Einen kleinen Köder neben die Bedrohung legen, gegen Les Élémens, und Gear an die Bedrohung hängen, gegen Maman. Units mit 7 Power oder mehr spielen, die auch Floor It plus Towerfall überstehen, oder Units mit Adrenaline, die angreifen, bevor das Removal kommt. Die eigene Street Cred niedriger halten als BBG, dann bekommt Towerfall nur einen Effekt. BBGs Hand leeren, Maman wirft zwei Programme ab, Placide eines. Und im Top Cut entscheidet nach Zeitende jeder Gig-Vorsprung, weil die Partie dort weiterläuft, bis einer vorn liegt. In Swiss-Runden reicht das nicht, dort gewinnt nach Zeitende nur, wer 7 Gigs hat, sonst ist es ein Unentschieden.

Ein paar Aussagen aus der Händler-Analyse stimmen so nicht. „Expect chrome reverie turn 2 always, and the free call targeting Hanako“ übersieht zweierlei. Der Gratis-Call kommt nur „If you control a min Gig“. Und gezielt auf Hanako geht er nur, wenn Alt und Jackie schon offen liegen und Hanako als einzige noch verdeckt ist, denn auch der Besitzer weiß nicht, welche Legend wo liegt. Mit einem Call in Zug 1 und einem Reaktions-Call im Zug des Gegners kann das in Zug 2 schon so sein, mit einer Wahrscheinlichkeit von 1/3. Chrome Reverie in Zug 2 verlangt außerdem 4 €$ für Trust No One plus Chrome Reverie oder einen glücklich geworfenen min Gig.

Auch „bounces“ führt in die Irre. In dieser Liste kehrt nichts auf die Hand zurück, Les Élémens, Pyramid Song, Towerfall, Maman und Placide schicken unter das Deck. Für den Gegner ist das ein Unterschied: Die Unit liegt ganz unten, gemischt wird nichts, zufällig ist nur die Reihenfolge, wenn mehrere Karten gleichzeitig darunter wandern. Zurück ist sie erst, wenn das Deck durchgezogen ist.

Wild Things Games nennt Jackie einen „key part of most BBG builds“, die eigene Beispielliste spielt aber Judy statt Jackie. „Towerfall is ubiquitous“ heißt es weiter, die Konsens-Auswertung von ExBurst zeigt 38,5 Prozent bei Hanako, 59,1 Prozent bei Alt und 66,3 Prozent bei Jackie. Häufig ist die Karte, allgegenwärtig nicht. Und „Expect a Les Elemens on curve“ steht in einer Analyse, deren eigene Beispielliste ohne Les Élémens auskommt.


Diese Turnierregeln betreffen BBG direkt

Turnierregeln im Überblick

  • Deck: 3 Legends, 40 bis 50 Karten, höchstens 3 Kopien, RAM-Grenzen (7.3 bis 7.3.4, 3.20.5). Die Liste ist legal, Blue 4/4, Green 2/2, keine Karte gebannt.
  • Sideboard: genau 7 Karten (D.1), Legends nicht tauschbar, 2 Minuten zwischen den Spielen.
  • Format: Bo3 in 50 Minuten (3.4.5, C.1), Top Cut 75 Minuten.
  • Startrecht: In Spiel 1 entscheidet der Zufall (7.5.2), im Top Cut wählt stattdessen der höher Gesetzte (TR 3.4.1). In Spiel 2 und 3 wählt der Verlierer des vorigen Spiels, auch im Top Cut.
  • Mulligan: einmal, Startspieler entscheidet zuerst (7.9.2).
  • Würfel: Spindown-d20 verboten (2.1.4). Ein Symbol-Gesicht ist erlaubt, für min oder max, einheitlich. An Tag 2 oder im Stream „may be required to use official Cyberpunk TCG dice“ (2.1.4). Bei Competition-Level-Events gilt nach 4.1.2 für die Runden an Tag 2 und alle Single-Elimination-Runden: „all players will be provided with official Cyberpunk TCG dice“. Wer an Tag 1 Ersatzwürfel bekommen hat, „must use the provided pair of dice“.
  • Dice-Check (4.1.2): Ein d4 gilt bei 28 gleichen Ergebnissen über 80 Würfe als auffällig, ein d20 bei 11.

Für ein Kontrolldeck ist die Uhr die wichtigste Regel. Ein Bo3 hat 50 Minuten. Ist die Zeit um, wird der laufende Zug zu Ende gespielt, danach bekommt jeder noch einen vollen Zug, zusammen höchstens fünf Minuten. Wer dann 7 oder mehr Gigs hat, gewinnt, sonst endet die Partie unentschieden. In Single-Elimination-Runden, also auch im Top Cut mit 75 Minuten, läuft das Spiel dagegen weiter, „until one player has more Gigs than their Rival“. Läuft die Partie bei Zeitende schon in der Overtime, entfällt diese Prozedur.

BBG braucht am Rundenende wenig. Wild Things Games schreibt, BBG stehle oft nur „1-2 gigs across the match“ und halte den Gegner bei null. Ob ein solches Deck in der Swiss-Phase öfter unentschieden spielt, haben wir nicht berechnet. Liegen aber die eigenen sechs Würfel eingewürfelt und unangetastet, reicht ein einziger Diebstahl für 7 Gigs und den Sieg. In Single-Elimination-Runden entscheidet ohnehin der Gig-Vorsprung, und da zahlt sich Gig-Denial aus. Wer BBG im Turnier spielt, spielt zügig und behält die Uhr im Blick.

Würfel prüfen, bevor es losgeht. Der Dice-Check ist eine Richterprüfung mit Probewürfen und hat mit den Würfen in der Partie nichts zu tun, auch ein d4, den BBG fast nur manipuliert, muss ihn bestehen. Gebraucht werden d4, d6, d8, d10, d12 und d20, ein Spindown-d20 ist verboten. Suche nach Sets mit allen sechs Typen: Würfelset mit d4 bis d20 (Affiliate-Link).

Laut Ankündigung stehen unter anderem diese Termine an: die Night City Brawls ab dem 6. November, die Night City Showdowns vom 13. November bis 6. Dezember und die ersten Edgerunner Open Regionals in Chicago (11. bis 13. Dezember 2026) und Warschau (30. und 31. Januar 2027). Brawls und Showdowns laufen im Laden, beide Constructed. Ein Brawl hat laut Turnierregeln immer drei Runden, Bo3 wird empfohlen, der Laden darf aber auch Bo1 ansetzen. Ein Showdown läuft im Bo3 als Swiss mit optionalem Top Cut, einer pro Laden und Zeitfenster. Die Veranstalter der EORs werden laut Turnierregeln von WeirdCo und CD PROJEKT RED genehmigt. In drei festen Brawl-Runden fällt jede Partie stark ins Gewicht, die ins Rundenende läuft.


Nach Cardmarket-Trendpreisen ist das Deck ab rund 35 Euro spielbar

BBG ist billig, bis auf Towerfall und Jackie. RareTotem merkt an, „many of the cards in this deck are not very high in rarity“, und der offizielle Cardmarket-Preisguide für Cyberpunk bestätigt das (Trendwerte in Euro, Stand 14. Oktober). Die 40 Hauptdeckkarten kosten zusammen 25,92 Euro, davon 19,98 Euro für die beiden Towerfall zu je 9,99 Euro. Die Legends kosten 9,13 Euro, fast alles davon ist Jackie aus dem Heist-Beta-Starter mit 8,04 Euro. Legends und Hauptdeck ergeben 35,05 Euro, mit dem Sideboard für 0,91 Euro sind es 35,96 Euro.

Zwei Einschränkungen gehören dazu. Der Preisguide trennt nicht nach Kartensprache, einen Filter auf englische Karten gibt es nur auf der Website. Und viele Rare- und Epic-Karten des Beta-Sets führt Cardmarket nach unserer Beobachtung nur mit Foil-Preis, in dieser Liste Alt, Hanako, Jackie, Lizzy, Nocturne, Pyramid Song und Placide. Towerfall hat dagegen einen regulären Trendpreis. Ihre Werte stammen deshalb aus dem Foil-Feld des Preisguides.

Die kursierende Liste setzt auf Premium-Drucke. Im Preisguide stehen die Iconic-Varianten von Alt bei 255,09 Euro und von Hanako bei 186,44 Euro, die Iconic-Variante von Towerfall bei 30,83 Euro je Stück. Für Jackie, in der Liste als Nova Rare β005 geführt, nehmen wir die Foil-Variante zu 52,61 Euro, vermutlich der Box Topper, die Zuordnung haben wir aus den Produktdaten erschlossen. Mit diesen Versionen rechnen wir 494,14 Euro für die Legends, 61,66 Euro für zwei Towerfall, 5,94 Euro für die übrigen 38 Hauptdeckkarten und 0,91 Euro für das Sideboard, zusammen 562,65 Euro. Das erklärt vermutlich auch den schiefen Median, den ExBurst für Jackie-Decks anzeigt („$568 from $3“), aber das ist eine Vermutung von uns.

Jackie gibt es auch im Retail-Starter „The Heist“, der im Preisguide bei 28,11 Euro Trend steht. Einzeln kostet Jackie 8,04 Euro, mit dem Starter kommen für rund 20 Euro mehr die übrigen Karten des Starters dazu. Eine Kaufempfehlung für Iconic-Drucke sprechen wir nicht aus. Spielerisch sind sie identisch (Glanz stiehlt keine Gigs).

Hüllen müssen im Turnier einheitlich sein. Ein Deck, das so viel zieht, durchsucht und unter sich legt wie BBG, wird ständig angefasst. Deck und Sideboard brauchen Hüllen, die in Größe, Farbe und Design gleich, blickdicht und nicht voneinander zu unterscheiden sind. Die Legends brauchen Hüllen, die sie vom Hauptdeck unterscheiden und verdeckt untereinander gleich aussehen lassen.*21 Suche nach Hüllen: matte Kartenhüllen in Standardgröße (Affiliate-Link). 40 Karten, 7 im Sideboard und 3 Legends ergeben 50 Karten plus Würfel. Suche nach Deckboxen: Deckbox für 100+ Karten mit Würfelfach (Affiliate-Link).


Hinter jedem Sternchen steht eine Regelstelle

Hier stehen die Regeln und FAQ-Antworten zu den Stellen mit Sternchen. Ein Klick auf die Nummer führt zurück in den Text.

*1 Legends zahlen je 1 €$, auch verdeckt (5.7.2). Mit einer Legend zu zahlen löst ihre Fähigkeit nicht aus (11.15.2), und eine verdeckte Legend hat keine Fähigkeit (3.4.1, 5.7.6). Laut offizieller FAQ darf eine frisch gecallte Legend ihre {Spend}-Fähigkeit noch im selben Zug nutzen.

*2 Die Legends werden gemischt und verdeckt ausgelegt, der Gegner darf abheben (7.7.2), im Turnier mischt er sie sogar selbst (TR 3.4.1). Verdeckte Legends sind auch für den Besitzer verborgen: „You cannot look at them unless specified otherwise“ (5.7.4.1). Ein Call wählt deshalb eine Position, keinen Namen (11.11.1).

*3 Ein Call ist auch im React Step eines gegnerischen Angriffs erlaubt: „You may also ‚Call a Legend‘ during the React Step during your Rival’s turn“ (8.12.2, 11.11.2.2). Dass das zusätzlich zum Call im eigenen Zug geht, ist unsere Lesart von 8.12.2 zusammen mit 5.7.3 („once per turn“), die offizielle FAQ entscheidet es nicht ausdrücklich.

*4 Die Start Phase läuft in fester Reihenfolge: Siegcheck, Start-of-Turn-Effekte, Ready, Draw, dann wird der Gig des Zugs eingewürfelt (8.6, 8.6.5). Regel 5.10.1 widerspricht dem, dort bleiben die Würfel in der Fixer-Area, „until you roll them in during you[r] Main Phase“. Dieser Guide folgt 8.6.5. Für Hanako ändert das nichts. Folgt man 5.10.1, liegt der sechste Würfel bis zum Einwürfeln in der Main Phase noch in der Fixer-Area, und Nocturne kostet erst danach 1 €$.

*5 Laut offizieller FAQ steht die Höhe des Rabatts beim Spenden fest, ein später entstehender min Gig zählt nicht. Der Rabatt gilt auch für Programme aus dem Trash, und zwei Rabatte stapeln sich, wenn Alt dazwischen wieder bereit ist. Dass ein Gratis-Programm über Lizzy den Rabatt verbraucht, folgt aus „next Program“, die FAQ entscheidet das nicht. Untergrenze 1 €$ (11.8.3).

*6 Offizielle FAQ: Wurde vor dem Aufdecken schon eine blaue Unit oder Gear gespielt, löst Jackie in diesem Zug nicht mehr aus. Ein Gig, der schon auf 1 stand, bringt keine Karte. Senken um 0 ist erlaubt (2.8).

*7 Ein Spieler ohne Gigs hat Null-Street-Cred, und die zählt als kleiner als 0 (5.11.4.2). Bei gleicher Street Cred gibt es laut offizieller FAQ nur einen Towerfall-Effekt.

*8 Bottom-deck legt die Karte unter das Deck ihres Besitzers (11.12.1, 11.12.1.2). Gemischt wird nichts, zufällig ist nur die Reihenfolge, wenn mehrere Karten gleichzeitig darunter wandern (11.12.1.3). Ausgerüstete Gear geht mit (4.12.3).

*9 {Attack}-Effekte werden abgehandelt, sobald die Unit zum Angriff gespent wird, noch vor dem React Step des Gegners (11.21.2, 11.21.2.2).

*10 Laut offizieller FAQ ist die Fixer-Area leer, sobald kein Gig-Würfel mehr darin liegt, und dann muss man Nocturne für 1 €$ spielen. Es gibt sechs Würfel, d4 bis d20 (6.1.1, 7.2). Zum genauen Zeitpunkt in Zug 6 siehe Fußnote *4.

*11 Negative Power zählt als 0 (2.10.1). Laut offizieller FAQ laufen bei Pyramid Song und Towerfall beide Effekte immer von oben nach unten, erst der Abzug, dann das Bottom-deck.

*12 Power heißt Gesamt-Power einschließlich ausgerüsteter Gear (3.17.2, 3.17.3, 3.17.3.1, 11.6.5), nicht die aufgedruckte Base Power (3.17.4). Abzüge wie bei Floor It, Pyramid oder Towerfall treffen die Unit, die Gear-Power bleibt voll in der Summe (3.17.3.3). Bei Gleichstand wählt laut offizieller FAQ, wer Les Élémens spielt.

*13 Gleichzeitig ausgelöste Effekte sind pending (10.16.2): „If you have multiple pending effects, you may resolve them in any order“ (10.12). Die offizielle FAQ bestätigt das für einen {Play}-Effekt neben einem ausgelösten Effekt.

*14 „Overtime begins after two consecutive turns in which both players begin with an empty fixer area“ (1.11.1), der Hinweis auf sieben Züge steht dort nur in Klammern. Mit sechs Würfeln (7.2) beginnen beide ihren Zug 7 mit leerer Fixer-Area, die Overtime startet sofort nach Zug 7 des zweiten Spielers (8.17), und wer dann 7 Gigs hat, gewinnt (1.11.2).

*15 Laut offizieller FAQ kann eine Legend {Blocker} nicht im Legends-Bereich nutzen, nur auf dem Feld (dazu 9.9, 11.24.1).

*16 Offizielle FAQ zu Adam Smasher: Ender of Legends: {Play} löst beim Go Solo aus, beim Call oder Aufdecken nicht. Go Solo geht auch im Zug des Calls und mit einer gespenten Legend, die Legend darf sich dabei selbst als €$ spenden, und Kostensenkungen senken auch den Go-Solo-Preis. Verlässt Smasher das Feld, ist er aus dem Spiel.

*17 Mit einer Legend zu zahlen heißt, sie zu spenden (5.7.2, 3.7), und Faceplate löst bei „spent“ aus. Laut offizieller FAQ wird dabei erst die bezahlte Karte gespielt, dann der Gig angepasst. Beim Angriff passt der Gegner den Gig noch vor unserem React Step an.

*18 Laut offizieller FAQ darf Cyberpsychosis eine ausgerüstete Unit des Gegners wählen. Spielt man es als Reaktion auf den angreifenden Gegner, bekommt dessen Unit den Bonus für den Kampf und wird am Zugende besiegt.

*19 Laut offizieller FAQ löst Judys erster Effekt auch bei Braindance-Programmen aus dem Trash aus und bei {Quick}-Braindance-Programmen, die als Reaktion im Zug des Gegners gespielt werden.

*20 Offizielle FAQ: Auf ein {Quick} des Gegners darf man nicht mit einem eigenen {Quick} antworten. Während eines gegnerischen Angriffs darf man aber mehrere {Quick} spielen.

*21 Turnierregel 2.4.2: „Sleeves used for the deck and sideboard must be identical in size, color, and design, while also being opaque and indistinguishable from one-another“. Was an Sleeves erlaubt ist, regelt außerdem 7.3.7.


Die Datenlage hat Lücken

Am dünnsten ist sie bei den Ergebnissen. Offizielle Constructed-Turniere gibt es noch nicht, Siegquoten auch nicht. Jede Aussage zur Stärke des Decks ist Meinung oder Beliebtheit. Die Builder-Quoten mischen Listen mit Judy, Alt und Jackie, und sie messen, was Leute bauen.

Bei River Ward liegen Kartentexte und Builder-Quoten vor, aber keine konkrete Referenzliste und keine Matchup-Meinung. Judy-Braindance kennen wir als Gegner nur aus wenigen BBG-Varianten, ohne Partner-Daten. Ob V: Streetkid in Judy-Decks läuft, ist offen. Mulligan-Kriterien und Sideboard-Pläne haben wir vollständig selbst abgeleitet, keine Quelle liefert sie.

Die meisten Regelfragen klärt das Regelwerk, die Fundstellen stehen hinter den Sternchen. Zwei Punkte bleiben unscharf: wann genau der Gig des Zugs eingewürfelt wird (Fußnote *4) und ob der Reaktions-Call zusätzlich zum eigenen Call erlaubt ist (Fußnote *3). Offen bleibt außerdem RareTotems Behauptung einer hohen Siegquote beim Beginnen, für die das Video keine Zahl nennt. Unsere Faustregel zum Geld gilt für diese Liste: Keine ihrer Karten erzeugt Eddies im Sinne der Regeln, die einzige Zusatzquelle ist Pepe, der Alt und Jackie für eine zweite Zahlung wieder bereit macht.

Offizielle Rulings gibt es: Die Regel-FAQ führt 269 Einträge (Stand 15. September 2026). Das Rulings-Feld der Karten-API ist zwar bei allen 151 Karten leer, die FAQ steht aber separat. Wo sie eine Stelle dieses Guides betrifft, steht das in den Fußnoten.

Die Euro-Preise sind Trendwerte aus dem Cardmarket-Preisguide vom 14. Oktober, ohne Trennung nach Kartensprache. Die Removal-Quote von 57,5 Prozent hängt daran, ob man Floor It und Take Control mitzählt. Und Bottom-deck ist nicht endgültig: Wird ein Deck in einer sehr langen Partie bis unten durchgezogen, tauchen die Units des Gegners wieder auf.

Erste Turnierergebnisse für BBG kann es frühestens ab dem 6. November geben, wenn laut Ankündigung die Night City Brawls in den Läden starten.

Quellen: Deckliste „Hanako Control“ auf cyberpunktcg.com (Stand 08.10.2026); dieselbe Liste auf ExBurst; netdeck.gg-Karten-API (Kartentexte); offizielle Turnierregeln und Comprehensive Rules; offizielle Regel-FAQ (269 Einträge, Stand 15.09.2026, auch über die FAQ-API); ExBurst-Builder-Quoten zu Hanako, Alt, Jackie, River Ward und Adam Smasher (Stand 10.–13.10.2026); Vergleichslisten auf ExBurst (880, 1899, 1222, 2673) und ripperdeck (nwahagmf, 9dokrywf, pnlmuhu1); RareTotem: BBG-Video vom 09.09.2026 und Legends-Tier-Liste vom 01.09.2026; Wild Things Games, BBG-Übersicht von Randy Muir (04.10.2026); Gamertag Mythras, 716 Community-Decks (16.09.2026); Cardmarket-Preisguide Cyberpunk (Stand 14.10.2026, Preisguide-Daten); Termine: Gamertag Mythras zu Night City Brawl und Showdown, EOR Warschau auf cyberpunktcg.com; Die ersten Meta-Decks sind da.

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Kenearos
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Kenearos

Said Benadjemia – online als „Kenearos". Cyberpunk-Fan seit dem ersten Trailer 2012, Night-City-Legend-Backer der Cyberpunk-TCG-Kickstarter-Kampagne 2026. Schreibt hier auf Deutsch alles rund ums Cyberpunk Trading Card Game von WeirdCo und CD Projekt Red – Kickstarter-News, Deep Dives zu Mechanik und Lore, Charakterguides, Strategieartikel.

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